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Print- und TV-Werbung verliert an Bedeutung

24.05.2010 | 16:05 Uhr |

Werbung in klassischen Medien verliert an Bedeutung. Nur mehr acht Prozent der Unternehmen planen, in Print, TV und Radio Anzeigen und Kampagnen zu schalten. Das geht aus der aktuellen Studie "Monitor Wirtschaftskommunikation 2010" hervor, die auf der Fachtagung des Deutschen Preis für Wirtschaftkommunikation vorgestellt wurde.

Bislang würden noch rund 60 Prozent der Befragen Print-Werbung nutzen, Fernseh- und Hörfunkwerbung dagegen nur mehr knapp 20 Prozent der Unternehmen. "Die klassischen Massenmedien sind dennoch nicht tot, auch wenn die Relevanz langfristig als gering eingeschätzt wird", erklärt Falk Tennert, Professor an der HTW Berlin, gegenüber pressetext. Print, TV und Radio würden dennoch auch weiterhin viele Nutzer erreichen. "Wenn man sich die Gesamt-Onlinenutzung in Deutschland ansieht, dann wird deutlich, dass viele noch nicht online sind oder keine Web-2.0-Anwendungen nutzen", so Tennert.

Auch wenn Online-Kommunikation, -werbung und Social Media zusehends an Bedeutung gewinnen, müsse man beide Kanäle - Internet und klassische Medien - integrativ einsetzen. In der Hochschulbildung sei der Bereich Online-Kommunikation daher noch ausbaufähig. "Es findet natürlich eine Verlagerung der Werbung ins Internet statt, aber das wird die klassischen Medien nicht komplett ablösen", erklärt Holger Wenk, Sprecher der Deutschen TV-Plattform , im pressetext-Interview. "Die Gerätehersteller wie auch TV-Sender reagieren auf diesen Trend mit Hybrid-TV. Das sind Fernseher mit denen man klassisch TV empfangen, dank Online-Anbindung aber auch Internetdienste auf den TV-Bildschirm holen kann", so Wenk.

Auf diese Weise würden Fernseh- und Internetwerbung kombiniert. "Um Online-Werbung kommt niemand mehr herum, aber es werden sich auch neue, hybride Werbeformen herausbilden", meint Wenk. Die Werbepakete würden dann intelligenter geschnürt werden. "In den Paketen sind dann künftig zwei Fernsehwerbespots statt früher zehn enthalten, kombiniert mit Internetauftritten und Sponsorings. Es kommt dann auf den Mix an", erläutert Wenk.

(pte)

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