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Intel knüpft trotz Krisenjahr 2009 an Glanzzeiten an

16.01.2010 | 15:24 Uhr |

"Chips, die energieeffizient, platzsparend und immer leistungsstärker werden, sind ein Trend, den wir mit Investitionen in Innovationen verfolgen. Die starke Nachfrage gibt uns mit Blick auf die Geschäftszahlen recht", kommentiert Intel-Deutschland-Chef Hannes Schwaderer die Zahlen für das vierte Quartal 2009 im pressetext-Gespräch.

Wie der Konzern in der Nacht auf heute, Freitag, bekannt gab, konnte man in den letzten drei Monaten 2,3 Mrd. Dollar verdienen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entsprechen die 0,55 Dollar Gewinn pro Aktie einem Wachstum von 875 Prozent. Auch den Umsatz steigerten die Kalifornier um 28 Prozent auf 10,6 Mrd. Dollar. Der weltgrößte Chiphersteller konnte trotz der 1,25 Mrd. teuren Patentstreitigkeiten mit AMD die Erwartungen der Analysten übertreffen. Diese hatten beim Gewinn pro Aktie lediglich mit 0,30 Dollar gerechnet. Selbst überoptimistische Insider lagen mit 0,33 Dollar am Ende falsch. Mit seinen positiven Geschäftszahlen zeigt Intel seine Marktmacht, denn schließlich kommen schon vier von fünf verbauten Prozessoren aus den Fabriken der Amerikaner. Der AMD-Streit zeigt aber auch die kartellrechtlichen Probleme auf. Nichtsdestotrotz gesundet der PC-Markt weiter, laut Gartner weist die Branche derzeit ihren stärksten Zuwachs seit sieben Jahren auf.

"Die erfreulichen Quartalszahlen verdankt Intel unter anderem dem breiten Investitionswillen vieler Unternehmen, ihre Server-Infrastruktur zu modernisieren. Außerdem spielt das Thema mobile Kommunikation eine immer größere Rolle. Mit dem Atom-Prozessor sind wir auf dem richtigen Weg", so Schwaderer gegenüber pressetext. Die Zahlen verdeutlichen diesen Trend. Beim Absatz von Chips für Server (Data Center Group) konnte Intel ein Plus von 21 Prozent erzielen. Mit Atom-Chips für Netbooks erlöste der Branchenprimus im Vergleich zum dritten Quartal sechs Prozent mehr Umsatz. Für Q1 geht Intel von 9,7 Mrd. Dollar Umsatz aus.

Die Aktie klettert bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:15 Uhr) in Frankfurt um 3,10 Prozent auf 15,15 Euro. Intel gilt als Stimmungsbarometer für die gesamte Technologiebranche. AMD legt seinen Bericht am 21. Januar vor. In den nächsten zwei Wochen folgen dann IBM, Google, Microsoft sowie Texas Instruments. Da auch die Automobilbranche und der Maschinenbau Abnehmer von Intel sind, lässt dies zudem positive Rückschlüsse auf die Gesamtkonjunktur zu. "Obwohl die Chip-Preise seit 30 Jahren fallen, stimmt uns die Bruttogewinnmarge von 65 Prozent und die durchschnittliche Auslastung der Produktion optimistisch", sagt Schwaderer.

(pte)

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