Wireless LAN

Access-Points im laufenden Betrieb aufrüsten

Dienstag, 29.04.2008 | 13:20 von Manfred Bremmer
Wer der Zukunftssicherheit von Draft-n noch nicht traut, kann jetzt 802.11a/b/g-WLAN-Geräte kaufen, die sich später ohne Downtime direkt übers Netz mit dem fertigen n-Standard updaten.
Schmuckbild 802.11n
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Viele IT-Verantwortliche, die neue Wireless-LAN-Systeme einführen wollen, zögern momentan, auf den 802.11n-Standard zu setzen. Der ist bisher noch als Draft-n, also noch nicht fertiger Vorläufer in vielen Geräten zu finden. Fragt sich nur, ob diese Geräte dann auch tatsächlich kompatibel zum finalen Standard sein werden. Auf der anderen Seite locken höhere Reichweite und höherer Datenduchsatz.

Um IT-Verantwortliche in ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen (und eine potenzielle Kaufzurückhaltung im Markt abzuwehren), hat Aruba Networks nun eine neue Serie von Access Points (APs) für die bestehenden WLAN-Standards 802.11a/b/g angekündigt. Die Access Points "AP-124ABG" und "AP-125-ABG" lassen sich während des laufenden Betriebs durch ein (kostenpflichtiges) Firmware-Upgrade über das Netz mit 802.11n-Software ausrüsten und arbeiten dann im 802.11n-Dual-Radio-Betrieb. Anwender sind somit in der Lage, ihre spätere Migration auf 802.11n vorzubereiten, ohne dass ihnen die Kosten für ein sofortiges Upgrade entstehen.

Die ab Frühsommer verfügbaren Access Points eignen sich laut Aruba für drahtlose Zugangslösungen, die Suche nach Eindringlingen ins WLAN (Intrusion Detection) sowie den Aufbau sicherer, vermaschter WLAN-Infrastrukturen für Unternehmen oder Remote-Anwendungen. Außerdem unterstützen die Geräte im 3x3-MIMO-Modus den heute gültigen 802.3af-Standard für die Stromversorgung über das LAN (Power over Ethernet, PoE). Ein kostspieliges Aufrüsten der vorhandenen PoE-Technologie ist somit nicht nötig.

"Wann genau ein Anwender zu 802.11n migriert, ist individuell unterschiedlich und hängt von den verwendeten Applikationen, der Verfügbarkeit von 802.11n-Clients und dem Budget ab", sagt Michael King, Research Director beim Marktforschungsunternehmen Gartner. "Da die Implementierung von WLAN-Infrastrukturen heutige und zukünftige Anforderungen berücksichtigen muss, entspricht eine flexible Herangehensweise an 802.11n dem, was viele Organisationen sich wünschen, vor allem, wenn sie sich noch nicht fest entschieden haben, wann sie auf den neuen Standard umsteigen wollen." (mb)

Dienstag, 29.04.2008 | 13:20 von Manfred Bremmer
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