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Wird Microsoft das Nokia X einstampfen?

25.02.2014 | 13:02 Uhr |

Nokia hat mit dem X ein 89-Euro-Smartphone vorgestellt, das ohne Windows Phone auskommt. Microsoft hat Nokia aufgekauft. Doch was sagen die Redmonder zu einem Gerät ohne Windows Phone? Wird das Nokia X bald schon wieder eingestampft werden?

Nokia hat auf dem MWC 2014 in Barcelona das 89-Euro-Smartphone Nokia X vorgestellt. Es läuft nicht unter Windows Phone - anders als die Lumia-Geräte der Finnen - und unterstützt sogar Android-Apps. Doch Microsoft übernimmt Nokia. Der 5,44-Milliarden-Dollar-Deal wurde bereits im September 2013 bekannt. Die Entwicklung am Nokia X hat vermutlich schon angefangen, als der Deal noch nicht in trockenen Tüchern war. Denn Microsoft versucht mit aller Macht, seine Windows-Phone-Geräte zu verbreiten. Es stellt sich nun die Frage, wie Microsoft mit der Nokia-X-Reihe umgehen wird, sobald die Übernahme abgeschlossen ist. Das wird voraussichtlich schon im März soweit sein.

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Frank X. Shaw, Corporate Vice President of Communications at Microsoft, hat sich in einem Blogpost zu der Nokia-X-Vorstellung geäußert. Er weist darauf hin, dass die Übernahme noch nicht abgeschlossen sei und Nokia und Microsoft darum bislang als unabhängige Firmen getrennt agieren. Dann ergänzt er, dass man sich freue, dass Nokia auf dem X eine Menge Microsoft-Dienste einbinde - etwa Skype, OneDrive (ehemals SkyDrive) und Outlook.com. Das bringe viele neue Kunden in das Microsoft-Universum, vor allem in Schwellenländern. Das Nokia X wird auch in Europa erhältlich sein, doch dürfte es aufgrund seines niedrigen Preises auch in den Schwellenländern mit Einstiegs-Androiden konkurrieren können.

Das Skye-Team verkündet gar ein spezielles Angebot für Nokia-X-User. Der erste Monat der Unlimited World Subscription ist gratis. Zumindest in den Ländern Brasilien, Indonesien, Italien, Kasachstan, Kenia, Malaysia, Mexiko, Rumänien, Russland, Südafrika, Thailand, Türkei und Ukraine.

Wie unsere Kollegen von der PC World schreiben , soll Stehpen Elop erklärt haben, dass viele in Redmond erfreut seien über die potentiellen neuen Kunden, die man über die Microsoft-Dienste auf dem Nokia X ansprechen könne. Der durchschnittliche Nokia-X-Kunde, so Elop, habe keinen PC oder ein Tablet. Und damit habe er sich noch nie im Windows-Universum bewegt.

Die Chancen stehen also gut, dass Nokia X nicht sofort mit Übernahme durch Microsoft eingestampft wird. Doch ob man die Reihe langfristig weiterpflegt, wird sich zeigen. Frank Shaw betont, dass Microsofts primäre Smartphone-Strategie Windows Phone heiße.

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