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Wird Microsoft zweigeteilt?

Die Kläger im Kartellprozess gegen Microsoft haben sich auf eine Zweiteilung des Software-Konzerns geeinigt. Dabei soll ein Anbieter von Betriebssystemen und eine Firma für die übrigen Unternehmensbereiche - Anwendungen, Browser-Software und Internet-Dienste - entstehen.

Die Kläger im Kartellprozess gegen Microsoft haben sich auf eine Zweiteilung des Software-Konzerns geeinigt. Dieses Strafmaß werden das Justizministerium und die Vertreter der 19 US-Bundesstaaten, die an dem Verfahren beteiligt sind, am heutigen Freitag beantragen.

Berichten der New York Times zufolge soll durch die Aufspaltung ein Anbieter von Betriebssystemen entstehen. Eine zweite Firma soll alle anderen Unternehmensbereiche - Anwendungen, Browser-Software und Internet-Dienste - in sich vereinen. Hinzu kommen spezielle Auflagen, die Microsoft so lange einhalten muss, bis das Verfahren alle Berufungsinstanzen durchlaufen hat. Dazu gehören unter anderem einheitliche Windows-Preise für alle Kunden oder der Zugang zu allen Programmierschnittstellen auch für Konkurrenten von Microsoft, so das Blatt.

Allerdings sei man sich über die Details - etwa die genaue Dauer der Auflagen - noch nicht einig. Umstritten ist laut New York Times auch, wie die Einhaltung der Auflagen überwacht werden soll. (PC-WELT, 28.04.2000, sp)

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