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Wird Microsoft doch zerschlagen?

Nach Medienberichten über eine mögliche Spaltung von Microsoft ist der Kurs der Microsoft-Aktie am Montag um über 15 Prozent eingebrochen. Die US-Zeitungen "Washington Post" und "USA Today" hatten am Sonntag berichtet, dass die US-Regierung Microsoft in zwei oder drei Einzelfirmen aufteilen will.

Nach Medienberichten über eine mögliche Spaltung von Microsoft ist der Kurs der Microsoft-Aktie am Montag um über 15 Prozent eingebrochen. Das Papier schloss an der Technologie-Börse NASDAQ mit 66,625 Dollar - mehr als 12 Dollar unter dem Schlusskurs vom Donnerstag.

Microsofts Kursverlust verunsicherte die gesamte NASDAQ. Viele Firmen - darunter Compaq, Dell und Hewlett-Packard - mussten ebenfalls Verluste hinnehmen.

Die US-Zeitungen "Washington Post" und "USA Today" hatten berichtet, dass die US-Regierung Microsoft in zwei oder drei Einzelfirmen aufteilen will. Die Strafe im legendären Kartellprozess sehe vor, dass der Bereich Betriebssysteme vom Rest des Unternehmens abgespaltet wird. Außerdem solle eine Firma für die Anwendungssoftware und eventuell ein separater Bereich für Internet-Aktivitäten inklusive des Microsoft Network (MSN) entstehen.

In dem Kartellprozess haben beide Parteien bis zum 17. Mai Zeit, ihre Vorstellungen über den weiteren Verlauf des Verfahrens darzulegen. Der nächste Gerichtstermin ist für den 24. Mai angesetzt. Dann entscheidet der zuständige Richter, Thomas Penfield Jackson, mit welchen Mitteln er Microsoft in Zukunft von wettbewerbswidrigem Verhalten abhalten will. Diese Entscheidung könnte Anfang Juni fallen. (PC-WELT, 25.04.2000, dpa/ sp)

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