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Wirbel um US-Spähaffäre in Deutschland lässt NSA-Chef kalt

21.07.2013 | 12:03 Uhr |

Die Spähaffäre in den USA ist längst zu einem internationalen Thema geworden. Mittlerweile hat sie auch Deutschland erreicht. Der Chef der NSA zeigt sich deshalb jedoch nicht sonderlich beteiligt.

Prism ist bis heute ein Dauerthema in den deutschen Medien. Viele Bürger zeigen sich empört über das Gebaren der US-Behörden und des amerikanischen Geheimdienstes NSA. NSA-Chef Keith Alexander scheint allerdings nicht sonderlich besorgt darüber, dass die Kritik an der eigenen Organisation immer weiter wächst.

Auf einem Sicherheitskongress in Aspen, Colorado reagiert Alexander auf die Frage eines ZDF-Journalisten eher barsch. Der NSA-Chef wurde gefragt, ob er über die Reaktionen der deutschen Politiker und Behörden überrascht gewesen sei. Daraufhin antwortete Keith Alexander lediglich: „"Wir sagen ihnen nicht alles, was wir machen oder wie wir es machen - aber jetzt wissen sie es"

Aus dem Fall Edward Snowden würde die NSA jedenfalls ihre Konsequenzen ziehen. Sensible Daten würden nun noch besser gesichert. So würde niemals eine Einzelperson Zugang zu den Serverräumen der NSA erhalten. Auch die Zugriffsrechte werden nochmals deutlich eingeschränkt. Zudem sollen geheime Daten nicht mehr zentral auf einem Rechner abgelegt werden, sondern weiter gestreut werden.

So schützen Sie sich vor Prism

Die Zusammenarbeit mit den deutschen Geheimdienst wurde von Alexander indes sehr gelobt. Der NSA-Chef sprach von einer Ehre, mit ihnen zusammen gegen den Terror vorgehen zu können und rühmte ihr Vorgehen in Afghanistan. Das Problem mit Edward Snowden ist für die NSA allerdings immer noch nicht ausgestanden. Journalist Glenn Greenwald, ein Vertrauter des ehemaligen Geheimdienst-Mitarbeiters, geht davon aus, dass es in Kürze weitere Enthüllungen von Snowden geben wird.

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