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Winz-Platine für AMD-CPUs: Albatron KI51PV

30.03.2006 | 17:17 Uhr |

Mit 17 Zentimetern Kantenlänge ist die quadratische Hauptplatine KI51PV ausgesprochen kompakt geraten. Sie ermöglicht nun erstmals auch den Einsatz von AMD-CPUs für extrem kleine PCs im Mac-Mini-Format.

Bisher waren Hauptplatinen für das Mac-Mini-Gehäuseformat (165 x 165 x 51 Millimeter) wie beispielsweise A-Opens Pandora nur für die mobilen Intel-Prozessoren Pentium M und Core Duo erhältlich. Der taiwanesische Hersteller Albatron ermöglicht mit der Mini-ITX-Hauptplatine KI51PV nun auch AMD-Prozessoren den Zutritt zu diesem besonders handlichen Gehäuseformat:

Die KI51PV unterstützt alle Modelle der Baureihen Athlon 64, Sempron und Turion für den Sockel 754. Mit einer Kantenlänge von 170 Millimetern ist die Albatron-Platine zwar einen Tick zu lang geraten, um die Traummaße des Mac Mini oder Pandoras zu erfüllen. Da die KI51PV aber VIAs Epia-Spezifikation erfüllt, ist die Auswahl an schlanken Gehäuse-Designs groß

Um geringe Bauhöhe von minimal fünf Zentimetern gewährleisten zu können, müssen zentrale Komponenten wie Grafik, Sound und Netzwerk auf der Platine integriert sein. Albatron trifft hier eine gute Auswahl und setzt auf die Nvidia-Kombination Nforce 430/Geforce 6150. Die integrierte Grafiklogik Geforce 6150 etwa ist die derzeit leistungsfähigste Onboard-Grafik auf dem Markt. Vorbildlich: Albatron spendiert dem HD-fähigen Geforce 6150 neben der D-Sub-Buchse auch einen DVI-Anschluss.

Nicht an der falschen Stelle gespart hat Albatron auch bei der Southbridge und verwendet den Nforce 430 mit integrierter „Hardware“-Firewall und Gigabit-Netzwerkchip. Zusätzlich ist noch ein 10/100-MBit-Chip von Marvel auf die Hauptplatine gelötet. Und auch der 6-Kanal-AC97-Soundchip von Realtek ist eine brauchbare Audio-Lösung.

Albatron hat auf der winzigen Platine erstaunlich viele Schnittstellen untergebracht, etwa einen PCI- und Disketten-Anschluss sowie 4 S-ATA- und 2 IDE-Buchsen. Das Albatron bei der begrenzten Fläche irgendwo Abstriche machen muss, ist klar. Deshalb ist nur ein Steckplatz für DDR-SDRAM vorhanden, der Speicher des Typs PC266, PC333 und PC400 unterstützt. Der Maximalausbau erlaubt allerdings nur den Betrieb eines 1-GB-Riegels.

Fazit: Eine durchdachte Hauptplatine bietet Albatron mit der KI51PV an, die vergleichbaren Boards für Intel-Prozessoren in einigen Belangen überlegen ist. Besonders die Grafiklogik ist interessant, da sie nicht nur hoch aufgelöste Videoformate unterstützt, sondern diese größtenteils auch in Hardware decodieren kann. Das entlastet den Prozessor spürbar.

In Verbindung mit einem Strom sparenden Athlon-64- oder Turion-Prozessor stellt die KI51PV eine preisgünstige Lösung für flüsterleise und gleichzeitig extrem kleine Wohnzimmer-PCs dar. Mit einem entsprechend dimensionierten Kühlkörper lässt sich ein Mac-Mini-Clon auf AMD-Basis sogar völlig lüfterlos realisieren, da der Chipsatz keine aktive Kühlung benötigt und aus Platzgründen zwingend ein externes Netzwerk zum Einsatz kommen muss.

Die Albatron KI51PV soll ab Juni für rund 100 Euro verfügbar sein - für das Gebotene ein fairer Preis.

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