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Wintel Camp will strauchelnde Notebook-Industrie retten

22.02.2013 | 05:02 Uhr |

Die sinkenden Notebook-Absatzzahlen können Branchenexperten zufolge nur durch Preissenkungen abgefedert werden.

Seit mehreren Jahren sehen sich Notebook-Hersteller zunehmend mit sinkenden Verkaufszahlen konfrontiert. Schuld daran ist die zunehmende Beliebtheit von Tablet-PCs. Auch der Launch von Windows 8 konnte die Nachfrage nach Notebooks nicht wieder ankurbeln. Seit dem dritten Quartal 2012 mussten Produzenten und Zulieferer ihre Prognosen aus diesem Grund weiter nach unten korrigieren.

Die Nachfrage nach Tablet-PCs soll hingegen auch in diesem Jahr weiter steigen und weltweit 200 bis 300 Millionen verkaufte Einheiten erreichen – 150 Millionen davon allein in Wachstumsmärkten wie China. Das Marktwachstum wird Branchenexperten zufolge zulasten der Notebook-Produzenten gehen.

Der Hersteller-Verband Wintel Camp will dem Negativ-Trend brancheninternen Quellen zufolge nun mit unterschiedlichen Maßnahmen entgegenwirken. Viele Hersteller üben Druck auf Intel und Microsoft aus, mit gutem Beispiel voranzugehen und die Hardware-Preise weiter zu senken. Traditionsgemäß wurden jedes Jahr im dritten Quartal die Preise entsprechend durch das Wintel Camp nach unten korrigiert. Sollte die Gemeinschaft 2013 wieder erst im Herbst reagieren, könnte es jedoch bereits zu spät sein.

Notebook-Verkäufe stark rückläufig - mit einer Ausnahme

Wie das IT-Magazin Digitimes berichtet, könnte Intel seine CPU-Preise bereits im Juni zum Launch der neuen Haswell-Plattform anpassen. Damit wird es auch Zulieferern und Hardware-Herstellern, die auf Intel-Chips zurückgreifen, ermöglicht, ihre Notebook-Preise zu senken.

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