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Tauscht Microsoft Service-Packs gegen kontinuierliche Updates?

12.10.2012 | 21:12 Uhr |

Noch nie zuvor hat Microsoft ein Betriebssystem mit Updates versorgt, bevor es überhaupt erschienen ist. Bei Windows 8 ist das anders - und könnte zur gängigen Norm werden.

Am vergangenen Dienstag veröffentlichte Microsoft vier Nicht-Sicherheits-Updates für Windows 8 - dabei erscheint das Betriebssystem eigentlich erst am 26. Oktober. Noch nie zuvor hat der Hersteller für eine noch nicht veröffentlichte, aber bereits fertig programmierte, Version eines Betriebssystems Updates herausgegeben. Typischerweise sparte sich Microsoft die größten Veränderungen an seinen Betriebssystemen für seine "Service Packs" auf: Sammlungen bereits zuvor fertig gestellter Sicherheits-Patches, Bug-Fixes und neuer Funktionen für Windows. Service Packs erscheinen für gewöhnlich in einem Abstand von rund 18 Monaten. Windows 7 hat seit seinem
Erscheinen im Oktober 2009 beispielsweise nur ein einziges Service-Pack erhalten (SP1), das im Februar 2011 zum Download bereit
stand. Könnte das neue Update-System die Service-Packs nun verdrängen?

Jason Miller, Manager für Forschung und Entwicklung bei VMware ist sich sicher: "Microsoft ist definitiv dabei, seine Art und Weise, Updates an den Mann zu bringen, zu verändern, um kontinuierlicher für Aktualisierungen zu sorgen." Steven Sinofsky, Leiter der Windows-Abteilung bei Microsoft, geht in einem Blog-Eintrag nur geringfügig auf die neuen Update-Maschen ein: "Während der letzten Monate der Entwicklung von Windows 8 haben wir viel Arbeit darin investiert, eben die Tools und Prozesse zu kreieren, die es uns ermöglichen, den Nutzern Updates zur Verfügung zu stellen, ohne auf ein Service-Pack warten zu müssen. Dank neuer Test-Automatismen und -Tools werden nun alle Windows-8-Nutzer vom ersten Tag an die aktuellste Version von Windows 8 besitzen, die zu diesem Zeitpunkt existiert."

Ob die neue Update-Regelung die Norm für Windows 8 wird und damit die Service-Packs endgültig gestorben sind, bleibt abzuwarten.

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