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Dualboot-Funktion für OLPC-Notebook

09.01.2008 | 10:41 Uhr |

Dem One-Laptop-per-Child-Projekt bläst derzeit der Wind ins Gesicht: Immer mehr Anbieter bringen wie Asus mit dem EEE PC Billig-Notebooks auf den Markt und obendrein hat Intel kürzlich seine Teilnahme am OLPC-Projekt beendet. Doch jetzt gibt es endlich wieder eine positive Nachricht vom ehemaligen 100-Dollar-Notebook: In Zusammenarbeit mit Microsoft soll das OLPC-Gerät dualbootfähig werden und somit Windows und Linux als Betriebssysteme anbieten.

Bisher verrichtet ein auf Fedora basierendes Linux-System seine Dienste auf dem OLPC-Gerät (XO-Laptop). Microsoft arbeitet jetzt mit den OLPC-Machern zusammen, um auch Windows auf dem hardwareseitig spartanisch ausgestattete Billig-Notebook zum Laufen zu bekommen.

Dabei soll Microsoft Windows allerdings Linux nicht ersetzen, sondern als alternative Boot-Option zur Verfügung stehen. Der Anwender kann dann selbst entscheiden, welches Betriebssystem er starten möchte. Microsoft stellt für dieses Vorhaben eine spezielle Notebook-Variante von Windows XP bereit, wie von den OLPC-Machern zu erfahren war.

Außerdem soll es Verhandlungen zwischen OLPC und der Bill & Melinda Gates Foundation über den Einsatz des OLPC in Dritte-Welt-Ländern geben. Offensichtlich wird darüber verhandelt, ob und wie die OLPC-Geräte bei diversen Förderprogrammen von Microsoft für Unterrichts- und Lernzwecke eingesetzt werden könnten. Microsoft engagiert sich nämlich in verschiedenen Dritte-Welt- und Schwellenländern und fördert dort Unterrichtsprojekte.

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