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Windows ohne IE?

Um der Zerschlagung in einzelne Firmen zu entgehen, hat Microsoft jetzt einen ersten Vorschlag vorgelegt. Damit scheint im Kartellrechtsprozess gegen Microsoft die Entscheidung um einen Vergleich in greifbare Nähe zu rücken. Der Vorschlag von Microsoft läuft darauf hinaus, den Internet Explorer vom Betriebssystem Windows zu trennen. Regierungsanwälten geht dieser Vorschlag jedoch nicht weit genug.

Im Kartellrechtsprozess gegen Microsoft scheint die Entscheidung um einen Vergleich in greifbare Nähe zu rücken. Nach dem der zuständige Richter Microsoft Ende letzter Woche aufgefordert hatte, bis Dienstag, den 28. März, ein konkretes Vergleichsangebot zu machen, hat der Software-Riese Medienberichten zufolge jetzt einen ersten Vorschlag vorgelegt.

Dieser beinhaltet unter anderem die Trennung des Internet Explorer vom Betriebssystem Windows. Wie die "New York Times" am Sonntag berichtet, halten die Regierungsanwälte den Vorschlag jedoch für unzureichend.

Außerdem soll das Unternehmen angeboten haben, in den Geschäftsbereichen, in denen es praktisch eine Monopolstellung innehabe, mehr Zurückhaltung zu üben. Nach Informationen des Fernsehsenders ABC will Microsoft auch gewisse Strafen akzeptieren, so lange der Software-Riese nicht zugeben muss, dass er gegen Gesetze verstoßen hat. Auch die von der Regierung erwogene Zerschlagung in drei Bereiche lehne er kategorisch ab. Microsoft selbst wollte zu den Berichten keine Stellung nehmen. (PC-WELT, 27.03.2000, dpa/ sp)

Strenge Auflagen für Microsoft (PC-WELT Online, 24.3.2000)

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