161586

Arbeitsagentur migriert auf Linux

23.01.2008 | 13:56 Uhr |

Nach dem Vorbild der Stadt München rüstet die Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 13.000 Arbeitsplätze mit Linux aus und verabschiedet sich von Windows NT.

Die bisherige Infrastruktur sei einfach veraltet, begründet die Behörde die IT-Modernisierung. Die bisherige Kombination aus Windows NT und dem Internet Explorer von Microsoft habe vor allem bei der Darstellung aktueller Medieninhalte nicht mehr mit der technischen Entwicklung Schritt halten könnenBeim Umrüsten der Internet Center (IC) in den Agenturen für Arbeit biete das Open-Source-Betriebssystem eine Reihe von Vorteilen: stabiles Betriebsverhalten, hohe Sicherheit und weitreichende Anpassungs- und Konfigurationsmöglichkeiten. Die BA setzt Linux auf rund 13 000 Internet-Informationsarbeitsplätzen ein.

Die Server in den ICs arbeiten schon seit mehreren Jahren unter Linux. Die Kombination mit den Linux-Desktops ermögliche standardisierte Automatisierungs- und Wartungsverfahren, die zu niedrigeren Betriebskosten führten. Ein weiterer Vorteil ergebe sich durch die entfallenen Lizenzkosten. Die Bundesagentur greift unter anderem auf die quelloffene Linux-Distribution OpenSuse zurück.

Im IC der 178 Arbeitsagenturen können Arbeitssuchende an einem so genannten Selbstinformationsarbeitsplatz Angebote sichten und Informationen sammeln. Wegen des öffentlichen Zugangs seien die Sicherheitsanforderungen besonders hoch, berichten IT-Verantwortliche Für Linux spreche in diesem Kontext, dass auf der Plattform "nur wenige Schadprogramme" wie Viren, Würmer oder Trojaner einsatzfähig seien. Der CIO der BA, Klaus Vitt, sieht den grundlegenden Nutzen darin, dass "die BA mit der Umstellung auf Open-Source-Software und Linux auf die künftigen technologischen Entwicklungen flexibel reagieren kann". (wh)

Mehr zum Thema

0 Kommentare zu diesem Artikel
161586