Windows XP betroffen

Google stoppt Unterstützung für IE 8 am 15. November

Montag den 17.09.2012 um 10:26 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Google stoppt Unterstützung für Internet Explorer 8
Vergrößern Google stoppt Unterstützung für Internet Explorer 8
Google wird ab dem 15. November 2012 nicht mehr den Internet Explorer 8 von Microsoft unterstützen. Windows-XP-Nutzer sind von dieser Entscheidung betroffen.
Google hat per Blog-Eintrag verkündet, dass ab dem 15. November 2012 der Internet Explorer 8 nicht mehr unterstützt wird. Das gilt für alle Online-Apps und -Dienste von Google. Laut der Mitteilung von Google erhalten nach diesem Zeitpunkt alle Nutzer des Internet Explorer 8 eine Warnmeldung, die sie dazu auffordert, auf einen aktuelleren Browser zu wechseln. Nicht betroffen davon ist die Google-Suchseite, die auch nach dem 15. November problemlos mit dem Internet Explorer 8 aufgerufen und genutzt werden kann.

"Jedes Mal, wenn eine neue Version eines Browser veröffentlicht wird, beginnen wir mit der Unterstützung dafür und stoppen die Unterstützung für die dritt-älteste Version", heißt es seitens Google. Das gelte für alle wichtigen Browser, also für Google Chrome, Firefox, Internet Explorer und Safari. Nachdem der Internet Explorer 10 am 26. Oktober 2012 erscheine, werde damit auch die Unterstützung für den Internet Explorer 8 am 15. November 2012 beendet.

Der Internet Explorer 8 war der letzte von Microsoft veröffentliche Browser, der noch Windows XP unterstützte. Im März 2011 erschien der Internet Explorer 9 für Windows Vista und Windows 7. Der Internet Explorer 10 wird zeitgleich mit Windows 8 am 26. Oktober erscheinen und ebenfalls Windows XP nicht unterstützen.

Windows-XP-Nutzer, die auch nach dem Stichtag die Google-Produkte nutzen möchten, werden - wenn nicht ohnehin schon bereits geschehen - einen anderen Browser als den Internet Explorer verwenden müssen. Bereits im Juli 2011 hatte Google die Unterstützung für den Internet Explorer 7 und im Januar 2010 für den Internet Explorer 6 beendet.

Anders als damals der IE6 und IE7 hat der am 19. März 2009 erschienene IE8 aber noch hohe Marktanteile. Im August 2012 war der Internet Explorer laut den Zahlen der Web-Analysten von Net Applications weiterhin mit 47 Prozent der weltweit am häufigsten genutzte Browser und der Internet Explorer 8 mit 25 Prozent die weltweit am meisten genutzte Browser-Version.

Im August hatte das im Oktober 2001 erschienene Windows XP laut den Zahlen von Net Applications einen Marktanteil von immerhin 42,5 Prozent und Windows 7 kam auf einen Marktanteil von 42,8 Prozent. Da verwundert es auch nicht, dass Microsoft weiterhin sowohl Windows XP als auch den Internet Explorer 8 unterstützen will. Für Windows XP will Microsoft noch bis April 2014 Sicherheitsupdates ausliefern. Den Internet Explorer 8 für Windows 7 will Microsoft gar noch bis 2020 unterstützen.

Montag den 17.09.2012 um 10:26 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (15)
  • mike_kilo 19:49 | 19.09.2012

    Zitat: kazhar
    ..........dann brauchst das emet nicht
    auf DEP wird nicht alleine bei EMET zurückgegriffen, es werden weitere Schutzmechanismen eingesetzt.> [URL]http://www.heise.de/security/artikel/Microsoft-Tool-laesst-Exploits-ins-Leere-laufen-1078697.html
    Was nun letztendlich eingesetzt wird, muss halt der User entscheiden.

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  • Thor Branke 16:28 | 19.09.2012

    Zitat: kazhar
    dep liefert eine recht sinnvolle fehlermeldung, wenn ein programm nicht "kompatibel" ist.

    Die Fehlermeldung dürfte die einzige sein, die ich in den letzten Jahren noch nicht provoziert habe. Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

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  • kazhar 14:33 | 19.09.2012

    Zitat: Thor Branke
    Nee, das lass ich lieber. Wenn irgendwann später dann etwas nicht so läuft, wie es soll, hab' ich längst vergessen, dass die Einstellung aktiv ist. Und dann steh' ich da mal wieder wie Ochs vorm Berg.

    ist nicht schlimm;

    dep liefert eine recht sinnvolle fehlermeldung, wenn ein programm nicht "kompatibel" ist.

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  • Thor Branke 14:13 | 19.09.2012

    Zitat: mike_kilo
    schade, jetzt ist es zu spät, weil deinstalliert. Hier hättest du eine kleine Anleitung bekommen. > PC WELT zeigt, wie’s geht. ... Außerdem gibt ein ausführliches PDF-Handbuch(engl.) im Programmordner und 3 fertige XML-Profile.

    :danke:, habe es wieder installiert. Der von Dir verlinkte Artikel ist noch ausführlicher als der hier von gestern.
    Die empfohlene Software heißt „Enhanced Mitigation Experience Toolkit v3.0“ (EMET) und kann bei Microsoft kostenlos heruntergeladen werden. Installieren und starten Sie EMET. Klicken Sie nun auf „[COLOR=Red]Configure Apps[/COLOR]“ unten rechts, dann auf „[COLOR=Red]Add[/COLOR]“ im neuen Fenster unten links. Fügen Sie den Internet Explorer hinzu. Auf 64-Bit-System finden Sie ihn unter „[COLOR=Teal]C:\Programme\Internet Explorer\iexplore.exe[/COLOR]“, auf 32-Bit-System unter „[COLOR=Teal]C:\Programme (x86)\Internet Explorer\iexplore.exe[/COLOR]“.
    Komischerweise befindet sich meine iexplore.exe im XPSP3Home32bit unter genau dem Pfad, der für die 64Bit-Systeme genannt wird. Ist jetzt jedenfalls alles wie oben erklärt eingestellt und da Dein Artikel sich auf ein PDF-Programm bezog, hab' ich den Foxit Reader gleich mit dazu gepackt. :popcorn:

    Zitat: kazhar
    mach mal -> Erweitert -> Systemleistung/Einstellung -> Dateiausführungsverhinderung -> [x] ... für alle Programme ... aktivieren. dann brauchst das emet nicht

    Nee, das lass ich lieber. Wenn irgendwann später dann etwas nicht so läuft, wie es soll, hab' ich längst vergessen, dass die Einstellung aktiv ist. Und dann steh' ich da mal wieder wie Ochs vorm Berg.
    Trotzdem natürlich danke für die Alternativeerläuterung.

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  • kazhar 21:49 | 18.09.2012

    Zitat: Thor Branke
    aber ich blicke nicht durch


    mach mal -> Erweitert -> Systemleistung/Einstellung -> Dateiausführungsverhinderung -> [x] ... für alle Programme ... aktivieren.

    dann brauchst das emet nicht

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