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Windows XP Service Pack 3 Pre-Beta: Erster Eindruck

14.08.2007 | 16:11 Uhr |

Microsoft hat Anfang August eine Pre-Beta-Version des Service Pack 3 (SP3) von Windows XP an einen ausgewählten Testerkreis ausgeliefert. Das fertige Update-Paket soll in der ersten Hälfte des Jahres 2008 veröffentlicht werden. Wir haben die Pre-Beta-Version des SP3 probeweise installiert und einen ersten Blick darauf geworfen.

Die Pre-Beta existiert derzeit nur in einer englischsprachigen Version, und benötigt demzufolge auch ein englischsprachiges Windows XP um installiert zu werden. Nach der Installation und einem Neustart, wird zunächst die Windows-Update-Seite automatisch aufgerufen. Ein einziges Update für das Tool zum Entfernen bösartiger Software muss noch nachinstalliert werden. Das beweist zumindest, dass alle kritischen Sicherheitsupdates im SP3 bereits enthalten sind, da auf unserem Test-System zuvor lediglich das Service Pack 2 installiert war. Das 332 MB große Service Pack 3 mit dem Namen WindowsXP-KB936929-SP3-x86-ENU.EXE trägt die Build-Nummer 3180.

Im Gegensatz zum SP2 befinden sich recht wenige, tatsächlich neue Funktionen im neuen Update-Paket. Ein für XP neuer Dienst mit dem Namen „Network Access Protection Agent“ ist bereits aus Windows Vista bekannt. Er erlaubt es Administratoren von Windows-Domänen, Sicherheits-Richtlinien für Computer zu definieren, die sich mit dem Netzwerk verbinden möchten. Ein weiterer Vista-Dienst mit dem Namen „Link-Layer Topology Discovery Responder“ wird ebenfalls mit dem Service Pack 3 installiert, allerdings nicht automatisch aktiviert. Dieser Dienst scannt nach Ressourcen für die Netzwerkübersicht. Eine neue Kommandozeilen-Anwendung Tzchange.EXE soll das hin- und herschalten zwischen verschiedenen Zeitzonen erleichtern. Außerdem wurde der Assistent zum Herstellen von Remotedesktopverbindungen ebenfalls aus Vista übernommen.

Alles in allem bietet das Service Pack 3 auf den ersten Blick zumindest funktional nicht sehr viel Neues. Es handelt sich, zumindest zu diesem Zeitpunkt fast ausschließlich um ein kumulatives Sicherheitsupdate. Die neuen Versionen der Dateien im Windows-Ordner verraten, dass mit dem SP3 eine große Menge an System-Dateien und Dateien von Zusatzanwendungen aktualisiert wurden (zum Beispiel auch der Internet Explorer 7). Somit geht das SP3 konform mit der Tradition der meisten Service Packs (bis auf XP SP2), indem es alle, bis dahin bekannten Lücken stopft, ohne die Funktionalität des Systems stark zu verändern.

Obwohl das SP3 von Windows XP mittlerweile durch sehr viele Filesharing-Netze geistert, raten wir aufgrund des frühen Entwicklungs-Stadiums dringend von einer Installation ab. Das System läuft nach der Installation des Update-Pakets sehr instabil, da beispielsweise der Internet Explorer häufig abstürzt. Allerdings lässt sich das Service Pack 3 natürlich wie sein Vorgänger auch wieder de-installieren.

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