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Inoffizieller Patch löst SP3-Probleme

16.05.2008 | 11:23 Uhr |

Ein Ex-Microsoft-Mitarbeiter hat einen inoffiziellen Patch veröffentlicht, der die Probleme löst, die einige Anwender nach der Installation des Service Pack 3 für Windows XP plagen.

Kürzlich war bekannt geworden, dass das SP3 für Windows XP Probleme auf manchen AMD-Systemen macht . Mittlerweile ist ein inoffizieller Patch erschienen, der diese Probleme lösen soll.

Der ehemalige Microsoft-Mitarbeiter Jesper Johansson hatte ausführlich über die durch das SP3 verursachten Probleme auf einigen AMD-Rechnern von HP aufmerksam gemacht, die dazu führen, dass das System ständig neu startet. Johansson war früher bei Microsoft als Security Manager beschäftigt und arbeitet mittlerweile für Amazon.

Johansson hat nun ein Tool veröffentlicht, dass die Probleme lösen soll. Laut Angaben des Entwicklers erkennt das Tool, ob das betreffende System von dem Problem betroffen ist und behebt anschließend die Ursache für das Problem. Damit liefert Johansson noch vor seinem ehemaligen Arbeitgeber und vor Hewlett-Packard eine Lösung, die die betroffenen Anwender verwenden können.

Das von Johansson entwickelte 16 KB große VBScript überprüft den Rechner und stellt fest, ob in dem Rechner eine CPU von AMD arbeitet. Anschließend untersucht das Tool die Windows-Registry und stellt fest, ob die für den Einsatz auf Intel-Rechner gedachten Geräte-Treiber beim Start geladen werden, die die Probleme verursachen.

Wird das Tool fündig, so bietet es dem Anwender die Möglichkeit, das Laden der problematischen Geräte-Treiber zu verhindern. Dadurch wird letztendlich das Problem gelöst und Windows XP arbeitet trotz installiertem SP3 auf den Systemen reibungslos.

Jesper Johansson bietet das Tool removeIntelPPMonAMD.vbs über seinen Blog zum Download an. Das VBScript enthält ausführliche Erläuterungen und Kommentare seitens des Entwicklers, so dass seine Funktionsweise nachvollzogen werden kann.

Die auf den betroffenen HP-Rechnern aufgetauchten Probleme in Verbindung mit dem Service Pack 3 sind darauf zurückzuführen, dass HP bei den Geräten ein eigentlich für Intel-basierte Rechner gedachte Installations-Image genutzt hat. Weitere Infos zu den SP3-Problemen finden Sie in dieser Meldung .

Microsoft hat sich noch nicht zur Veröffentlichung des inoffiziellen Patches geäußert. Traditionell ist Microsoft gegen solche inoffiziellen Tools, die Probleme mit Produkten von Microsoft lösen.

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