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Windows Vista ohne eingebauten Antivirenschutz

31.01.2006 | 14:19 Uhr |

Microsoft legt bei Windows Vista vor allem den Fokus auf mehr Sicherheit. Einen eingebauten Virenschutz wird es aber in dem XP-Nachfolger nicht geben. Das verriet Microsofts Co-Präsident Jim Allchin.

Der Entwickler von Antiviren-Programmen können aufatmen. Microsoft wird Windows Vista nicht mit einem eingebauten Antiviren-Programm ausliefern. Das erklärte Jim Allchin in einem Interview mit dem Branchenmagazin CRN .

Auf die Frage, ob in Windows Vista ein Antivirenschutz enthalten sein wird, antwortete Allchin mit einem knappen "Nein, wird es nicht". Der Interviewer bohrte mit einem "Warum?" nach und Allchin antwortete "Es ist ein komplizierte Antwort" und erläuterte dies nicht näher. Jedenfalls, so Allchin, hätten nicht technische Bedenken zu dieser Entscheidung geführt.

Allchin wurde auch gefragt, wie er die Sicherheit von Windows XP mit Service Pack 2 mit der von Windows Vista vergleichen würde. Allchin: "SP 2 ist ein sehr gutes System aber verglichen mit Vista, ist es wie Nacht und Tag."

Microsoft Co-Präsident räumte ein, dass auch mit Windows Vista nicht alle Sicherheitsprobleme der Vergangenheit angehören werden, betonte allerdings: "Ich denke wir sind konkurrenzlos in der Arbeit, die wir getan haben. Ich denke Sicherheit wird ein großes Problem für die Industrie in den kommenden Jahren bleiben."

Weiteres interessantes Detail aus dem Interview: Windows Vistas eingebaute P2P-Funktionalität wird nicht auf die Technologie von Groove beruhen. Microsoft hatte Groove Networks im März 2005 übernommen ( wir berichteten ). Laut Angaben von Allchin soll die Groove-Technologie bei Office zum Einsatz kommen.

Jim Allchin war in der vergangenen Woche auf Presse-Tour in den USA und erläuterte bei dieser Gelegenheit viele Details zu Windows Vista. Die interessantesten Aussagen haben wir in dieser PC-WELT Nachricht zusammengefasst: Windows Vista - Allchin parliert über den XP-Nachfolger .

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