05.03.2007, 14:35

Panagiotis Kolokythas

Windows Vista endgültig geknackt? OEM-BIOS wird emuliert

Hacker jagen weiterhin nach neuen Methoden, um Windows Vista zu knacken. Der Trick mit dem veränderten BIOS ist schon alt. Jetzt hat eine Warez-Gruppe die Methode genutzt, um unter Windows Vista ein OEM-BIOS zu emulieren, so dass nach Installation von Windows Vista keine Aktivierung notwendig ist.

Während sich der Keygenerator für Windows Vista als Scherz eines Entwicklers entpuppt hat (wir berichteten), will eine Warez-Gruppe nunmehr erfolgreich Windows Vista auf eine andere Art und Weise geknackt haben.
Seit dem 3. März verbreitet die Warez-Gruppe „Team Paradox“ eine neue Knackmethode für Windows Vista. Dabei kommt der so genannte BIOS-Trick zum Einsatz, über den wir bereits in der PC-WELT Nachricht „Windows Vista: Unterschiedliche Knack-Methoden kursieren im Netz“ berichtet hatten.
Microsoft erlaubt es PC-Herstellern, Windows Vista mit einem neuen Rechner auszuliefern, bei denen das Betriebssystem nicht durch den Anwender aktiviert werden muss. Diese Betriebssystem-Versionen werden bereits seitens der Hersteller mittels System Locked Preinstallation (SLP) aktiviert, bei der die für die Aktivierung notwendigen Informationen auf dem BIOS abgelegt sind. Windows Vista liest diese in der Hardware abgelegten Informationen aus und entscheidet dann, dass der Anwender Vista nicht aktivieren muss.
„Team Paradox“ nutzte diese Informationen, um eine neue Knackmethode zu entwickeln, bei der der Anwender keinerlei Manipulation des BIOS vornehmen muss. Stattdessen wird nach Installation von Windows Vista ein Treiber installiert, der ein OEM-BIOS emuliert und so Windows Vista vorgaukelt, nicht mehr aktiviert werden zu müssen. Der Knack-Anleitung werden die OEM-Zertifikate für Acer, Asus, Lenovo und Hewlett-Packard mitgeliefert, inklusive der jeweils dafür geltenden Produktschlüssel.
Laut ersten Berichten in einschlägigen Foren scheint die Methode tatsächlich zu funktionieren und Windows Vista passiert selbst die WGA-Sperre bei diversen Microsoft-Downloads. Ob und welche Nebenwirkungen diese Methode hat, ist allerdings nicht bekannt. Microsoft dürfte bereits damit begonnen haben, diese Methode zu untersuchen.
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