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Windows Vista: Technologie aus Open-Source-Welt für mehr Sicherheit

31.05.2006 | 13:51 Uhr |

Microsoft hat in der Beta 2 von Windows Vista eine Sicherheitstechnologie integriert, die bisher nur bei Open-Source-Produkten zum Einsatz kam. Die Technologie, die den Namen ALSR trägt, soll helfen, Buffer-Overrun-Attacken abzuwehren.

Microsoft hat in Windows Vista Beta 2 eine Sicherheitstechnologie integriert, die den Namen ALSR (Address Layout Space Randimization) trägt und bisher nur in der Open-Source-Welt zum Einsatz kam. Microsoft hofft darauf, dass diese Technologie es künftig Angreifern erheblich schwerer macht, einen Buffer-Overrun-Angriff auf das Betriebssystem vorzunehmen.

Wie der IT-Dienst Eweek berichtet, ist ALSR nicht nur erstmals in der Beta 2 von Windows Vista enthalten, sondern auch standardmäßig aktiviert. Microsoft will so testen, wie diese Funktion sich im "Feldeinsatz" bewährt.

Bisher kam ALSR bei Open-Source-Sicherheitssystemen wie OpenBSD, Pax und Exec Shield zum Einsatz. Die Technologie soll automatisierte Attacken verhindern, indem Kernelemente des Systems zufällig im Speicher verteilt werden, so dass eine Malware nicht wissen kann, welche Stelle sie attackieren muss. Im Falle von Windows Vista wird beim Booten der System Code auf immer unterschiedliche (zufällige) Stellen im Speicher verteilt. Code, der eine Sicherheitslücke ausnutzt, soll dadurch nicht mehr eine System-Funktion aufrufen können.

ALSR soll kein Allheilmittel gegen jegliche Attacken darstellen, sondern die diversen Sicherheitsfunktionen von Windows Vista ergänzen. Einen Überblick über alle in Vista enthaltenen Sicherheitsfunktionen bietet dieses 25-seitige von Microsoft zum Download angebotene Word-Dokument .

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