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Windows Vista: RTM kommt vielleicht doch noch früher

24.10.2006 | 16:31 Uhr |

Microsoft-Kenner Paul Thurrott hat bei Microsoft nachgehakt, wieso es zur Verzögerung bei der Fertigstellung von Windows Vista kam und konnte den Grund finden: Ein Bug in einem RTM-Kandidaten war schuld. Er ist aber mittlerweilen behoben.

Ende vergangener Woche war bekannt geworden, dass Microsoft laut Angaben von Jim Allchin, Co-president of Microsoft's platforms and services division und in dieser Position verantwortlich für Vista, nicht den für die Fertigstellung des RTM geplanten Termin, den 25. Oktober, einhalten kann und sich stattdessen um einige Tage verschiebt ( wir berichteten ).

Wie Microsoft-Kenner Paul Thurrott nun in Erfahrung bringen konnte, lag Allchins Einschätzung an einer verbuggten RTM-Kandidat-Fassung von Windows Vista, die bei den Vista-Entwicklern für kurze Zeit für Kopfzerbrechen sorgte und auch Allchin veranlasste, sich pessimistisch über die Fertigstellung des RTM zu äußern.

Demnach hatten die Entwickler mit dem Build 5824 einen RTM-Kandidaten fertiggestellt, der zur finalen Version gekürt werden sollte. Bei dem stellte sich aber beim Testen heraus, dass es beim Update von Systemen von Windows XP auf Vista zu massiven Problemen kam. Nach einigem hin und her sei der Bug aber aufgespürt worden und mit dem Build 5840 intern ein weiterer RTM-Kandidat fertiggestellt worden, der nun seit dem Wochenende ausgiebig getestet wird und bei dem bisher keinerlei Probleme aufgetaucht sind.

Laut Angaben von Thurrott enthält diese Fassung auch eine Vielzahl neuer Icons und einen neuen Standard-Bildschirmhintergrund. Bereits in Vergangenheit gab es seitens Microsoft die Aussage, dass sich zwischen den öffentlichen Testversionen und der finalen Version vor allem in Punkto Icons und Soundeffekte einiges ändern wird, während die Entwicklung der Funktionen an sich schon seit längerem abgeschlossen ist und man sich auf das Beseitigen von Problemen beschränkt.

Allem Anschein nach befindet sich die Fertigstellung des RTM damit wieder im Zeitplan, wobei es eher unwahrscheinlich ist, dass die finale Version noch in dieser Woche fertiggestellt werden. Andererseits kann aber mit einer Fertigstellung noch vor dem 8. November gerechnet werden, den neuen Termin, den Microsoft erst kürzlich festgelegt hatte. Thurrott verweist auch auf ein älteres Statement von Allchin, demnach jeder Tag der Verzögerung des RTM dazu führe, dass eine lokalisierte Fassung des Betriebssystems weniger pünktlich fertig werde.

Insgesamt befand sich die Fertigstellung von Vista aber jederzeit noch im Zeitplan. Zur Not hätte Microsoft das fertige Vista erst Ende November an Unternehmen ausgeliefert und hätte damit dennoch den ursprünglich angekündigten Termin eingehalten. Die Versionen für Endkunden gehen im selben Zeitraum in die Produktion und werden dann – so jedenfalls der derzeitige Plan – ab Januar ausgeliefert.

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