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Windows Vista: Microsoft wird OEM-Hacks bekämpfen - aber nicht alle

10.04.2007 | 17:34 Uhr |

Microsoft hat Gegenmaßnahmen gegen alle Methoden angekündigt, bei denen versucht wird über eine Manipulation des BIOS die Aktivierungsroutine von Windows Vista zu umgehen. Allerdings will man das Ausmaß der Gegenmaßnahmen in Grenzen halten.

Dass Windows Vista sich nicht mehr so einfach knacken lässt, wie seinerzeit Windows XP, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Seit einiger Zeit kursiert nunmehr eine neue Methode , bei der einfach ein OEM-Bios emuliert wird, um Vista auszutricksen .

Das hat natürlich auch Microsoft mitbekommen und nunmehr auch mit einem offiziellen Statement reagiert , in dem betont wird, dass man die Lage verfolgt und Gegenmaßnahmen vorbereitet.

Bekannt sind zwei Methoden: Bei der ersten Methode wird eine direkte Manipulation des BIOS vorgenommen, so dass dieses einem OEM-Bios gleicht, für das unter Windows Vista keine Aktivierung notwendig ist. Dieser Eingriff in das BIOS, so betont auch Microsoft, ist gefährlich und kann nicht zuletzt dazu führen, dass das ganze System seine Dienste versagt.

Die zweite Methode ist ausgeklügelter: Hier wird ein OEM-BIOS softwaremäßig emuliert, so dass Windows Vista vorgegaukelt wird, es handle sich um ein OEM-BIOS im System. Da es sich um eine Softwarelösung handelt, ist deren Erkennung auch einfacher, so dass Microsoft hier auch einfacher ein Gegenmittel bringen könnte.

Laut Angaben von Microsoft stellt die erste Methode keine große Gefahr dar, weil sie mit vielen Risiken verbunden ist und daher kaum in großer Anzahl zum Einsatz kommen dürfte. Die zweite Methode ist dagegen einfacher einzusetzen, aber auch leichter seitens Microsoft zu bekämpfen.

Doch Microsoft will nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen und stellt klar, dass alle Gegenmaßnahmen nur den Schutz von Kunden, Partnern und Produkten dienen würden. Nicht jeder Versuch die Aktivierungsroutine von Windows Vista zu umgehen rechtfertige daher auch dagegen vorzugehen. „Unser Ziel ist es nicht jeden ´verrückten Forscher` zu stoppen, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Windows zu hacken“, so Microsoft.

Primäres Ziel sei und bleibe es, alle Knackmethoden zu bekämpfen, die eine organisierte Raubkopiererei des Betriebssystems zulassen würden. Dementsprechend würden auch in erster Linie solche Methoden bekämpft, die sich durch Raubkopierer leicht kommerzialisieren lassen könnten.

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