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Windows Vista: Microsoft über die deutschen Preise, Treiber-Updates, Activesync & Co.

15.11.2006 | 16:39 Uhr |

Wir haben Microsoft auf die von Amazon.de veröffentlichten Vista-Preise angesprochen und konnten auch noch einige weitere Infos rund um das neue Betriebssystem ergattern. Diese möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Microsoft hatte am Mittwoch in München zu einem Vista-Workshop geladen. Gelegenheit für uns, einige Fragen rund um Windows Vista zu stellen, die in der vergangenen Zeit auftraten.

Windows Vista Endkundenpreise
Die in dieser Woche auf Amazon.de veröffentlichten Preise von Windows Vista wollte Irene Nadler, Microsoft-Pressesprecherin Windows Desktop und Mobility, nicht kommentieren. In den kommenden zwei bis drei Wochen will Microsoft offiziell die Vista-Preise für Endkunden bekannt geben.
Wir gehen mal davon aus, dass die Amazon.de-Preise eher doch zu hoch gegriffen sind und die deutschen Vista-Preise letztendlich - wenn überhaupt – etwas höher als die umgerechneten US-Preise sein werden. Ein Windows Vista Ultimate für um die 430-450 Euro ist damit realistisch. Wobei nicht außer acht gelassen werden darf, dass Microsoft ein derartiges, für Enthusiasten gedachtes Windows bisher noch nie im Portfolio hatte und der Preis dementsprechend hoch ist. Wer bisher Windows XP Professional einsetzt, der soll laut Angaben von Microsoft zu Windows Vista Business greifen. Das führt auch dazu, dass Microsoft keinerlei Ermäßigung anbietet für diejenigen, die jetzt Windows XP erwerben und später gratis auf Windows Vista Ultimate upgraden wollen.

Treiber
Microsoft wird bei Windows Vista künftig über Microsoft Update verstärkt auch Treiber für Hardware ausliefern. Selbstverständlich nur Treiber, die das WHQL-Zertifikat erhalten haben. Derzeit arbeitet Microsoft mit den Hardwareherstellern zusammen, um die 32- und 64-Bit-Treiber fertigzustellen. Größtenteils sollte Windows Vista bei der Installation alle notwendigen Treiber bereits an Bord haben und sie installieren. Ist dies nicht der Fall, so kann der Anwender nach der Vista-Installation direkt die noch notwendigen Treiber im Idealfall über Microsoft Update beziehen. Die lästige Suche nach versteckten Treibern auf irgendwelchen Unterseiten bei den Hardware-Herstellern könnte damit mit Vista der Vergangenheit angehören. Die Betonung liegt aber auf "könnte".

32-Bit und 64-Bit-Fassung auf einem Medium
Wir waren selbst überrascht: Die 32-Bit- und 64-Bit-Fassung von Windows Vista wird definitiv auf einer DVD ausgeliefert werden. Das sagte zumindest Bastian Braun, Product Solution Manager Windows Client bei Microsoft Deutschland, auf unsere Nachfrage. Wir hätten eher mit zwei DVDs gerechnet.

Produktschlüssel aktiviert erworbene Vista-Lizenz
Wie bereits mehrfach berichtet, werden alle Vista-Versionen von Endkunden auch alle Vista-Fassungen enthalten. Ob nun Home Premium oder Ultimate bei der Installation installiert wird, hängt vom Produktschlüssel ab, den der Endkunde erwirbt. Vorteil: Über das Internet kann der Anwender den Schlüssel für eine höherwertige Vista-Version erwerben und diese dann installieren, ohne ein neues Medium zu benötigen. Das Ganze soll dann natürlich günstiger sein, als der kombinierte Preis "alte Vista-Fassung plus neue Vista-Fassung". Je nach installierter Vista-Fassung ist allerdings bei einem Upgrade eine Neuinstallation des Betriebssystems fällig. Laut Angaben von Microsoft muss Vista nach der Installation lediglich nur einmal aktiviert werden. Damit wird verifiziert, dass der Anwender die Vista-Fassung auch legal nutzt, deren Produktschlüssel er eingegeben hat. Ansonsten soll es nur noch wie unter Windows XP WGA geben, das bei bestimmten Microsoft-Downloads die Echtheit des Betriebssystems überprüft.

Activesync
Für Windows Vista wird es kein Activesync mehr geben, mit dem Windows-Mobile- und Windows-CE-PDAs unter Windows synchronisiert werden. Der Nachfolger von Activesync trägt unter Windows Vista den Namen "Windows Mobile Device Center" und ist derzeit nur als englischsprachige Beta-Version verfügbar . Die Abwärtskompatibilität bleibt allerdings gewahrt: Wer beispielsweise privat einen Windows-XP-Rechner besitzt und in der Arbeit Windows Vista einsetzt, der kann seinen PDA sowohl daheim über Activesync als auch später bei der Arbeit über Windows Mobile Device Center synchronisieren.

Zuverlässigkeits- und Leistungsüberwachung
So heißt ein in Windows Vista integriertes neues Tool. In der Zuverlässigkeitsüberwachung protokolliert Vista alle besonderen Vorkommnisse, wie beispielsweise Abstürze oder Treiber-Installationen. Hier wird auch angezeigt, wenn eine neue Software installiert wird oder eine Hardware-Komponente zickt. Vorteil für Administratoren: Die altbekannte Ausrede der Anwender ("Ich habe nichts gemacht") lässt sich schnell überprüfen. Die Endanwender selbst können auf einem Blick selbst sehen, was seit der Installation von Windows Vista passiert ist und nach welchen Vorgängen Probleme auftauchten.

Problemberichte und Lösungen
Windows Vista protokolliert alle Fehler. Nach einem Absturz werden alle Informationen gesammelt, die zu dem Absturz führten. Anschließend wird das betreffende Programm von Windows Vista selbstständig neu gestartet. Über "Problemberichte und Lösungen" können Anwender die Probleme bei Microsoft melden. Standardmäßig überträgt Windows Vista diese Daten nicht von sich aus an Microsoft, sondern erst wenn es der Anwender wünscht. Microsoft lässt diese Daten in eine Datenbank fließen und kümmert sich anschließend um die Lösung. Betreffen die Probleme Software von Dritt-Herstellern, so werden diese informiert und können sich um eine Lösung kümmern. Der Vorteil für den Anwender, der die Probleme bei Microsoft meldet: "Problemberichte und Lösungen" informiert den Anwender, sobald eine Lösung für das Problem vorliegt. Hier kann der Anwender auch einsehen, ob das Problem derzeit noch untersucht wird. Die Lösung kann sein, dass empfohlen wird, eine neue Version einzuspielen. Im Falle von Windows-Vista-Komponenten wird dann auch gleich das Update direkt zum Download angeboten.

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