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Windows Vista: Alte Monitore könnten ein Problem werden

06.10.2005 | 12:21 Uhr |

Hochauflösende Videos auf DVD dürften bei vielen Anwendern zu Problemen führen, die versuchen diese Filme auf einem Windows Vista-Rechner abzuspielen. Ein Schutzmechanismus dürfte dann Alarm schlagen und das Abspielen der DVD verweigern oder nur mit geringer Auflösung erlauben.

Der in Windows Vista enthaltene Schutzmechanismus PVP-OPM (Protected Video Path Output Protection Management) wird bei den meisten Anwendern zu Problemen führen, die in Windows Vista versuchen, ein hochauflösendes Video auf HD-DVD oder Blu-Ray anzusehen.

Die Filmindustrie hat sich gemeinsam mit den Herstellern von Hardware und Software auf einen Schutz für hochauflösende Inhalte geeinigt, der den Namen AACS (Advanced Access Control System) trägt. Microsoft muss in Windows Vista eine Unterstützung von AACS implementieren. Hier kommt Microsofts PVP-OPM ins Spiel. PVP-OPM soll verhindern, dass Raubkopierer eine Aufzeichnungseinheit direkt an dem DVI- oder HDMI-Ausgang einer Grafikkarte anschließen können, um eine Kopie des hochauflösenden Videos zu erstellen. Die Medien selbst sind bereits durch eine Verschlüsselung vor dem Kopieren geschützt.

Zusätzlich kommt noch PVP-UAB (Protected Video Path User-Accessible Bus) zum Einsatz. Dabei wird der Inhalt des Videos bei der Übertragung über den PCI Express-Bus zum Monitor verschlüsselt, damit er von einem potenziellen Raubkopierer nicht abgefangen werden kann.

PVP-OPM sorgt dafür, dass viele der heutzutage verwendeten Monitore nicht in der Lage sein werden, hochauflösende Videos abzuspielen. PVP-OPM nutzt Intels HDCP-Technologie (High-Bandwidth Digital Content Protection) um festzustellen, ob die Ausgabe der hochauflösenden Videos für die verwendete Grafikkarte und den Bildschirm gestattet ist. Sobald entweder die Grafikkarte oder der Monitor von HDCP nicht unterstützt werden, wird die Ausgabe des Videos durch PVP-OPM unterbunden oder erfolgt nur in einer niedrigen Auflösung. Das betrifft auch HDTV-Bildschirme, die nur analoge Anschlüsse besitzen.

Derzeit sind nur wenige HDCP-fähige Monitore im Handel erhältlich. Die meisten Anwender dürften derzeit noch gar kein Gerät besitzen, das HDCP-fähig ist. Wer eine HD-DVD oder eine Blu-Ray künftig in voller Pracht anschauen will, wird aber einen solchen Monitor benötigen oder sich mit der niedrigeren Auflösung begnügen müssen. Ein Ausweichen auf Windows XP ist nicht möglich - Windows XP bietet keine Unterstützung von HDCP.

Microsoft erläutert auf dieser Seite den in Windows Vista verwendeten Schutzmechanismus.

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