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Windows Vista 64-Bit: Digital signierte Treiber werden Pflicht

24.01.2006 | 12:10 Uhr |

Auf einer kürzlich online gegangenen Website erläutert Microsoft, dass die 64-Bit-Version von Windows Vista nur digital signierten Kernel-Mode-Code den Zugriff erlauben wird. Davon sind unter anderem Treiber für das Betriebssystem betroffen. Die Entwickler der Treiber müssen eine Zertifikat erwerben und Treiber lassen sich nur mit einer digitalen Signatur auf dem Betriebssystem installieren.

Im Gegensatz zu beispielsweise Windows XP und der 32-Bit-Fassung von Windows Vista werden sich laut dieser Website von Microsoft bei der 64-Bit-Variante von Windows Vista nur Treiber mit einer digitalen Signatur installieren lassen.

Bisher regelt das WHQL-Programm von Microsoft, ob ein Treiber für den Einsatz unter Windows ein Zertifikat erhält. Anwender haben allerdings auch die Möglichkeit, einen Treiber ohne WHQL-Zertifikat zu installieren. Beim 64-Bit Windows Vista will Microsoft das ändern und verlangt von den Treiber-Entwicklern eine digitale Signatur.

Jeder Treiber-Entwickler für Windows XP 64-Bit kann von Microsoft ein Publisher Identity Certificate (PIC) erhalten. Microsoft bekommt dafür zwar kein Geld, verlangt aber für die Zuteilung einer PIC, dass der Treiber-Entwickler ein "Class 3 Commercial Software Publisher Certificate" von Verisign vorlegt, für dass Kosten in Höhe von bis zu 500 US-Dollar im Jahr anfallen und das auch nur Unternehmen erwerben können.

Laut Angaben von Microsoft sollen die digitalen Signaturen für Kernel-Mode-Software für eine höhere Sicherheit auf Computer-System sorgen. Digitale Signaturen, so die Redmonder, würden es Administratoren und Endanwendern ermöglichen zu erfahren, wer genau eine Software auf einem Windows-System installieren will. Sobald ein Fehler auftritt und die Anwender den Fehler online melden, will Microsoft dadurch den verantwortlichen Publisher der Software ermitteln können. Das soll helfen, den Fehler ermitteln und beheben zu können.

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