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Windows Server 2003 SP1 macht Probleme

21.04.2005 | 13:40 Uhr |

Das Service Pack 1 für Windows Server 2003 bringt ähnliche Probleme wie das Service Pack 2 für Windows XP. Mindestens 14 Anwendungen funktionieren nicht mehr richtig, darunter mehrere von MS selbst.

Das kürzlich erschienene Service Pack 1 (SP1) für die aktuelle Server-Version von Windows bringt ähnliche Veränderungen am System mit sich wie das SP2 für Windows XP ein halbes Jahr zuvor. Damit verbunden sind Probleme mit bestehenden Anwendungen. Es handelt sich eben nicht nur um eine Sammelinstallation bereits einzeln veröffentlichter Sicherheits-Updates.

Vielmehr werden zum Teil tiefgreifende Modifikationen am System eingeführt. Microsoft selbst hat über 120 Server-Anwendungen mit dem Service-Pack getestet. Dabei wurden bei mindestens 14 Applikationen Probleme festgestellt. Unter den durchgefallenen Microsoft-Produkten sind der ISA-Server 2004 (Internet Security and Acceleration), Exchange Server 2003 und der Systems Management Server 2003 (SMS).

Die problematischen Produkte anderer Hersteller reichen vom Backup-Programm Brightstor ARCserve über die Kerio Server-Firewall bis zur Antivirus-Lösung Server Protect von Trend Micro. Meist sind notwendige Anpassungen dokumentiert oder es gibt Hersteller-Updates.

Der auf Windows Server 2003 basierende Small Business Server 2003 (SBS) sollte gar nicht mit diesem Service Pack ausgestattet werden, für den SBS ist ein eigenes Update-Paket geplant - Termin ungewiss.

Bevor Sie das SP1 auf einem Produktiv-System installieren, informieren Sie sich über die Kompatibilität Ihrer vorhandenen Anwendungen. Microsoft hat einen Artikel in der Knowledge Base bereit gestellt, der Microsofts Testergebnisse zusammenfasst. Prüfen Sie möglichst auf einem Testsystem, ob alles so funktioniert wie gewohnt und welche Anpassungen Sie dazu vornehmen müssen.

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