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Windows-Recovery-CD wird Vollversion

07.05.2001 | 17:21 Uhr |

Recovery-CDs sind für alle Käufer eines neuen PCs ein Ärgernis. Laut einer Umfrage der PC-WELT hatten immerhin 73 Prozent aller Teilnehmer schon Probleme mit ihrer Recovery-CD. Dabei ist es kinderleicht, aus den meisten Recovery-CDs eine volle und sogar bootfähige Windows-Installations-CD herzustellen. Alles was man braucht: Einen Brenner und ein paar kleine Batchdateien.

Recovery-CDs sind für alle Käufer eines neuen PCs ein Ärgernis. Laut einer Umfrage der PC-WELT hatten immerhin 73 Prozent aller Teilnehmer schon Probleme mit ihrer Recovery-CD. Dabei ist es kinderleicht, aus den meisten Recovery-CDs eine volle und sogar bootfähige Windows-Installations-CD herzustellen. Alles was man braucht: Einen Brenner und ein paar kleine Batchdateien.

Wie es funktioniert beschreiben die Kollegen von der c't in der aktuellen Ausgabe und auch die nötigen Batchdateien werden gleich mitgeliefert.

Zunächst gilt es, die nötigen Dateien für die selbst gebrannte Windows-CD aufzuspüren. Auf einem Rechner mit vorinstallierten Betriebssystem und mitgelieferter Recovery-CD finden sich dafür alle Dateien schon auf der Festplatte.

Die nötigen Dateien schlummern im Verzeichnis \Windows\Options\Cabs auf der Festplatte des OEM-Rechners. Mit Hilfe der Batchdatei Befreit.bat wird zunächst festgestellt, ob alle nötigen Dateien vorhanden sind und diese anschließend auf der Festplatte in das neue Verzeichnis \CDImage\win9x\ und \CDImage\DISKA\ kopiert.

Dann muss noch die Setup.exe-Datei überprüft werden. Die richtige Setup.exe-Datei muss 5712 Kilobyte groß sein. Oft findet sich aber auf dem OEM-Rechner eine viel größere Datei. Die richtige Datei findet sich aber meistens unter dem Namen "_setup.exe". Diese braucht dann nur noch umbenannt werden und in das oben erwähnte Verzeichnis aus dem später die Windows-CD gebrannt werden soll kopiert werden.

Jetzt muss nur noch dafür Sorge getragen werden, dass die CD bootfähig ist. Dazu wird ganz normal eine Diskette mit "format a: /u" erstellt werden. Anschließend müssen alle Dateien aus dem Verzeichnis "C:\Windows\command\ebd" auf die Diskette kopiert werden. Abschließend noch die "Autoexec.bat" und "Config.sys" die unten als Download angegeben sind.

Nun kann es mit dem Brennen schon losgehen. Zunächst muss dem Brennprogramm mitgeteilt werden, dass es eine bootbare CD brennen soll. Bei Nero beispielsweise wählt man als Layout "CD-ROM (Boot)" aus und gibt als Quelle das "A:"-Laufwerk an, in dem die Bootdiskette liegen sollte. Anschließend klickt man auf "Neu" und kommt auf die gewohnte CD-Ansicht. Auf diese werden nun per Drag-and-Drop alle im Verzeichnis \CDImage befindlichen Ordner gezogen. Abschließend braucht nur noch die CD gebrannt zu werden.

Die ausführliche Anleitung lesen Sie im aktuellen Heft 10/2001 bei den Kollegen von der c't. Als Anmerkung sei noch einmal darauf hingewiesen, dass sich die Recovery-CDs von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Ob Sie also das hier beschriebene Verfahren in ihrem Fall nutzen können, ist abhängig von der Recovery-CD-Variante ihres Rechners. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall.

Informationen zum Thema Recovery-CD finden Sie auch im PC-WELT Report: Ihre Recovery-CD

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