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Windows-Nepp nicht anfechtbar

Ein Gericht in den USA hat eine Klage von Endkunden gegen Microsoft abgewiesen, in der es um überhöhte Preise für Windows 98 geht. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass die Kläger das Betriebssystem nicht direkt von Microsoft, sondern vom PC-Hersteller oder -händler bezogen hätten.

Ein Gericht in den USA hat eine Klage von Endkunden gegen Microsoft abgewiesen, in der es um überhöhte Preise für Windows 98 geht. Wie Microsoft-Sprecher Jim Cullinan gegenüber US-Medien ausführte, begründete das Gericht im US-Bundesstaat Oregon diese Entscheidung damit, dass die Kläger das Betriebssystem nicht direkt von Microsoft, sondern vom PC-Hersteller oder -händler bezogen hätten. Schon der Oberste Gerichtshof habe erklärt, dass sich das Urteil auf solche Produkte nicht beziehe.

Laut Cullinan dienen die Einzelklagen gegen Microsoft auch nicht dazu, den Verbrauchern zu nutzen. Sie seinen vielmehr von den Anwälten der Kläger erhoben worden, "um ein erfolgreiches Unternehmen zu verfolgen".

Nach der für Microsoft verheerenden "Tatsachenfeststellung" im Kartellrechtsprozess im November letzten Jahres hatten zahlreiche Windows-Anwender Zivilklagen gegen den Software-Riesen eingereicht. Darin berufen sie sich auf die Entscheidung, dass Microsoft ein Monopol inne hat und dieses in der Vergangenheit zum Schaden von Kunden und Mitbewerbern missbraucht habe. (PC-WELT, 16.06.2000, sp)

Prozeßflut gegen Microsoft (PC-WELT Online, 24.11.99)

Prozeß: Alle gegen Microsoft (PC-WELT Online, 23.11.99)

Windows-Nepp: Anwender verklagen Gates (PC-WELT Online, 19.11.99)

Schwerer Rückschlag für Microsoft (PC-WELT Online, 8.11.99)

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