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Windows Media Player 7 ab Dienstag

18.07.2000 | 12:07 Uhr |

Das von Microsoft entwickelte Soundformat Windows Media Audio (WMA) erhält diese Woche gleich einen doppelten Schub: Zum einen startet morgen der neue Windows Media Player 7, zum anderen hat das Plattenlabel EMI angekündigt, Songfiles im WMA-Format zum Download im Netz bereitzustellen.

Das von Microsoft entwickelte Soundformat "Windows Media Audio" (WMA) erhält diese Woche gleich einen doppelten Schub: Zum einen startet am Dienstag der neue Windows Media Player 7, zum anderen hat das Plattenlabel EMI angekündigt, Songfiles im WMA-Format zum Download im Netz bereitzustellen.

Wie die amerikanische PC-WELT-Schwester PC World berichtet, vertreibt der britische Musikverlag EMI seit heute knapp 100 Musikalben und eine große Anzahl von Singles im Microsoft-Soundformat. Die Online-Veröffentlichung der EMI-Singles ist die größte Veröffentlichung von digitalen Einzelsongs im Internet, erklärte Kevin Unangst, Produktmanager bei der Microsoft Digital Media Division. EMI habe sich für das WMA-Format entschieden, weil es hochwertigen Sound liefere, Daten doppelt so stark komprimieren könne wie MP3 und zudem auch noch ein Digital-Rights-Management-System beinhalte. Das integrierte Verschlüsselungssystem erlaube den legalen Vertrieb von Musikdateien unter Kontrolle der Plattenlabels. Musikstücke im WMA-Format sind mit vielen gängigen Media-Playern - etwa Musicmatch, Winamp oder Sonic Foundrys Siren - abspielbar.

Ab Dienstag steht nun auch der neue Windows Media Player 7 zum kostenlosen Download auf der Microsoft-Website bereit. Der Player des Redmonder Software-Riesen unterstützt erstmals Funktionen, die das Brennen von CDs im MP3- oder WMA-Format zulassen. Nach Deals mit verschiedenen Hardware-Herstellern unterstützen demnächst auch einige mobile Musikplayer wie der Rio 600 oder der MP3-Player Lycra von RCA das WMA-Format. Künftig ist damit zu rechnen, dass immer mehr Musikverlage ihre Songs im Microsoft-Audio-Format anbieten werden.

Microsoft positioniert sich mit dem WMA gegen das populäre MP3-Format. Der Boom des digitalen Musikformats in den vergangenen Monaten ist insbesondere dem kontroversen Musiktauschdienst Napster zu verdanken. Wie heute bekannt wurde, zählte der Internet-Service im Mai stolze drei Millionen Unique Vistors. (PC-WELT, 17.07.2000, jas)

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