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Windows Live Family Safety Settings offiziell angekündigt

14.03.2006 | 14:53 Uhr |

Microsoft hat offiziell den neuen Dienst "Windows Live Family Safety Settings" angekündigt. Die finale Version des unter dem Code-Namen "Vegas" entwickelte Dienstes soll im Laufe des Jahres an den Start gehen.

Microsoft hat den neuen Sicherheitsdienst "Windows Live Family Safety Settings" vorgestellt. Bereits Mitte Februar erhielten Beta-Tester Einladungen für den neuen Windows-Live-Dienst ( wir berichteten ). Nun hat Microsoft offiziell angekündigt, dass der Dienst noch im Laufe des Jahres an den Start gehen soll.

Der neue, kostenlose Dienst soll Eltern dabei helfen festzulegen, welche lokalen und im Internet befindlichen Inhalte Kinder bei der Nutzung eines PCs sehen können. Dabei kommen Technologien zum Einsatz, die in Windows Vista enthalten sein werden. Der neue Dienst wird sowohl unter Windows XP mit SP 2 als auch unter Windows Vista genutzt werden können.

"Online-Sicherheit für Kinder ist ein wichtiges Thema, das Familien heutzutage betrifft. Wir gestalten Windows Live Family Safety Settings so, dass es dabei hilft, die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern zu öffnen", so Blake Irving, Corporate Vice President von MSN.

In den USA zieht Microsoft bei der Entwicklung des Dienstes unter anderem die American Academy of Pediatrics (AAP) zu Rate. Die Organisation wird die Vorgaben liefern, welche Inhalte für welche Altersgruppen geeignet sind. Diese Vorgaben werden direkt in den Dienst übernommen. "Das Internet sollte als Ozean betrachtet werden, in dem es viel zu entdecken gibt. Und Eltern sollten sich wohl dabei fühlen, ihren Kindern zu erlauben, ihn zu erforschen", so AAP-Chef Errol Alden.

Windows Live Family Safety Settings wird über folgende Features verfügen: Content-Filter, Experten-Anleitungen, Aktivitäten-Reports und Content Management.

Über den Content Filter werden Eltern exakt einstellen können, welche Kategorien von Web-Inhalten Kinder sehen dürfen. Für die Filterung werden die Stufen "erlauben", "blockieren" und "warnen" zur Auswahl stehen.

Über die "Experten-Anleitung" (Expert-Guidance) werden die APP und andere Kinder-Organisationen auf der Welt den Eltern Ratschläge geben, welche Online-Aktivitäten für Kinder bestimmter Alterstufen empfehlenswert sind.

Der "Aktivitäten-Report" wird Eltern erlauben einzusehen, womit jedes einzelne Kind seine Zeit im Internet verbracht hat.

Mittels "Content-Management" werden Eltern einstellen können, welche Kommunikations-Dienste Kinder beim Sufen nutzen können. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass ein Messenger oder ein Mail-Programm nicht genutzt werden darf.

Laut Angaben von Microsoft befindet sich der neue Dienst derzeit noch im geschlossenen Beta-Stadium. Die Web-Filterfunktionen und die Report-Funktion sollen noch im Frühsommer implementiert werden. Der Dienst soll dann auch Testern außerhalb der USA zugänglich gemacht werden. Die finale Version soll dann später im Jahr folgen.

Die Familie der Live-Dienste wächst und gedeiht. Die US-Fassung der Website http://ideas.live.com/ listet derzeit bereits über 14 Dienste auf. Die wichtigsten Neuzugänge: Windows Live Toolbar und Windows Live Expo . Die personalisierbare Startseite Live.com ist erst kürzlich in einer verbesserten Version online gegangen.

Einziger Haken bei den ganzen Windows-Live-Diensten: Die Namen der einzelnen Dienste sind sperrig (Windows Live Desktop Mail, Windows Live Custom Domains) und lassen sich nur schwerlich in abgekürzter Form aussprechen (WLDM, WLCD).

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