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Windows "Fiji": Codename für Vista-Nachfolger

12.04.2006 | 15:11 Uhr |

Microsoft soll bereits der nach Vista folgenden Version einen Codenamen verpasst haben: "Fiji". Diese Version soll die Lücke zwischen Windows Vista und dem unter dem Codenamen "Vienna" entwickelten übernächsten Windows-Betriebssystem füllen.

Wie die Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley auf Microsot-Watch berichtet, hat Microsoft sich bereits für einen Codenamen für die auf Windows Vista folgende Windows-Version entschieden. Intern bezeichnet Microsoft diese Version mit dem Codenamen "Fiji".

Windows "Fiji" soll die Lücke schließen, die nach Windows Vista (Codename "Longhorn") bis zum Erscheinen von dem Windows entsteht, das unter dem Codenamen "Vienna" (früher "Blackcomb") entwickelt wird. Genauere Details gibt es natürlich derzeit noch zu keiner der beiden künftigen Windows-Generationen.

Im Endeffekt dürfte es sich bei "Fiji" um eine Weiterentwicklung von Windows Vista handeln. Bei "Vienna" wird dagegen beispielsweise die gesamte Bedienoberfläche neu gestaltet und soll sich gänzlich von der seit Windows 95 üblichen und sich bis heute genutzten Art und Weise unterscheiden.

Microsoft hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, dass nicht mehr so viel Zeit zwischen zwei Betriebssystemen vergehen soll, wie zwischen Windows XP und Windows Vista. Zur Erinnerung: Windows XP erschien im Herbst 2001. Wenn Windows Vista nun - vorausgesetzt es gibt nicht erneut eine Verzögerung - im Januar 2007 ausgeliefert wird, sind mehr als fünf Jahre vergangen.

Eine extrem lange Zeit, die auch Hardware-Herstellern zu schaffen macht, die den Absatz von neuen Geräten immer nach dem Erscheinen eines neuen Windows-Betriebssystems ankurbeln können. Andererseits bevorzugen Unternehmen, bei denen die Windows-Versionen im Einsatz sind, eher längere Zeiträume. Zu guter Letzt sind dann noch die Anwender, die jedes Mal auf´s Neue überzeugt werden müssen, zu einem neuen Betriebssystem zu greifen. Hier entscheiden Anzahl der Neuerungen und neuen Funktionen, ob man zugreift oder beim alten Betriebssystem bleibt. Fällt die Anzahl der Neuerungen zu gering aus, was bei einer zu kurzen Enticklungszeit fast zwingend ist, dann honorieren dies Anwender auch mit Mißachtung.

Unklar ist derzeit, wie sich die Verzögerung von Windows Vista auf "Fiji" und "Vienna" auswirkt. Laut Foley hatte Microsoft ursprünglich "Fiji" im Jahr 2008 und "Vienna" dann 2010 ausliefern wollen. Jetzt kommt Windows Vista aber erst im Januar 2007 und das würde es unwahrscheinlich machen, dass "Fiji" schon im Jahr 2008 folgt.

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