24.10.2006, 12:11

Markus Pilzweger

Windows Defender (englisch) Final erschienen

Das Anti-Spyware-Tool Windows Defender von Microsoft ist in der englischen Final-Version erschienen.

Zu den Bemühungen seitens Microsoft, die Sicherheit für Windows-Anwender zu erhöhen, gehört neben dem Anti-Malware-Tool mit dem handlichen Namen "Microsoft Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software" auch ein Anti-Spyware-Programm, das mit "Windows Defender" wesentlich griffiger betitelt ist. Microsoft bietet das kostenlose Tool nun in der englischen Final-Fassung an. Wichtigste Neuerung: Windows Defender unterstützt Windows 2000 nicht mehr, bei den vorangegangenen Beta-Versionen war dies noch der Fall.
Windows Defender soll Ihren PC in Echtzeit vor Spyware schützen. Die hierfür nötigen Spyware-Definitionen stammen von Microsoft. Bei der Installation des Programms - nach erfolgreicher Windows-Echtheitsüberprüfung - haben Sie die Wahl, ob Sie der so genannten "Spynet-Community" beitreten, oder lediglich die aktuellen Signatur-Updates erhalten möchten. Auch der Verzicht auf automatische Signatur-Updates ist möglich, in Sachen Sicherheit allerdings kaum anzuraten.
Mitglieder der Spynet-Community können zu der Verbesserung von Windows Defender beitragen. Dabei werden sowohl Informationen über verdächtige Programme oder suspekte Änderungen durch Programme, die bislang nicht klassifiziert sind als auch die Vorgehensweise anderer Mitglieder des Spynet-Teams veröffentlicht. Beispielsweise, ob andere Nutzer einem bestimmten Programm die von Windows Defender beanstandete Änderung erlaubt haben, oder eben nicht. Die Informationen werden darüber hinaus anonymisiert an die Microsoft-Experten übermittelt, die letztlich darüber entscheiden, ob ein Programm als Sypware zu bewerten ist und dann ein Signaturen-Update veröffentlichen.
Je nach Wahl der Spynet-Mitgliedschaft (Basic oder Advanced) werden zum Teil recht tiefgreifende Informationen an Microsoft gesendet, darunter beispielsweise auch, ob eine Spyware nicht entfernt werden konnte, weil die Windows-Version nicht original ist. Das Unternehmen verspricht, die erhaltenen Informationen weder zur Identifikation der Anwender noch für eine eventuelle Kontaktaufnahme zu nutzen. Anwender müssen in diesem Fall selbst entscheiden, wie weit der Zugriff seitens Microsoft gehen soll, verpflichtend ist eine Teilnahme am Spynet aber nicht.

Die Oberfläche von Windows Defender ist sehr aufgeräumt, alle wichtigen Funktionen sind schnell erreichbar und übersichtlich dargestellt. Wird bei einem Scan ein verdächtiges Programm entdeckt, wird das Gefährdungspotenzial grafisch hervorgehoben. Gefundene Übeltäter können direkt aus dem Programm heraus entfernt, versehentlich gelöschte Inhalte aber auch wieder hergestellt werden.
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