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Windows Cloud Version: Screenshots geleakt

07.02.2017 | 13:09 Uhr |

Von Windows 10 Cloud sind angeblich erste Screenshots im Internet aufgetaucht. Mit der eigentlichen Cloud soll dieses Windows Cloud aber wenig zu tun haben. Und eine Erpressersoftware ist Windows Cloud ebenfalls nicht.

Ein italienischer Windows-Nachrichtenblog hat Screenshots veröffentlicht, die Windows 10 Cloud alias Windows Cloud zeigen sollen. Wobei der Namenszusatz „Cloud“ etwas verwirrend ist. Laut der Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley hat diese Windows-10-Version nämlich wenig mit der Cloud zu tun. Es handelt sich anscheinend nicht um ein Cloud-basiertes Betriebssystem wie Chrome OS, sondern eher um eine Art Windows RT 2.0. Auf dieser abgespeckten “Windows 10 Cloud”-Variante laufen demnach nur Universal-Windows-Platform-Apps (UWP) aus dem Windows-Store.

Epic-Games-Gründer Tim Sweeney bezeichnet Windows Cloud sogar als Ransomware. Microsoft würde Windows-Nutzer damit erpressen. Diese Kritik ist aber völlig überzogen.

Windowsblogitalia konnte Windows 10 Cloud angeblich bereits testen.
Vergrößern Windowsblogitalia konnte Windows 10 Cloud angeblich bereits testen.
© https://www.windowsblogitalia.com/

Sollte diese Vermutung zutreffen, so würde sich Windows Cloud zu Windows 10 ähnlich verhalten wie seinerzeit Windows RT zu Windows 8. Also eine preiswertere und abgespeckte Windows-10-Version zum Beispiel für Tablets. Eine ähnlich eingeschränkte Windows-Version hatte Microsoft zudem auch schon mit Windows 8.1 mit Bing vorgestellt.

Laut Windows Blog Italia sind auf Windows Cloud aber auch Win32-Anwendungen lauffähig, die mit Microsofts "Centennial" Desktop Bridge erstellt wurden. Diese Win32-Apps können die Entwickler ebenfalls über den Windows-Store verfügbar machen, obwohl es sich dabei nicht um UWP-Anwendungen im ursprünglichen Sinn handelt. Beispiele für solche Apps sind Slack, Evernote und Crystaldiskmark.

Auf Windows Cloud können die Anwender aber keine Anwendungen von außerhalb des Windows Store installieren. Das erhöht die Sicherheit von Windows 10 Cloud gegenüber Malware und Hackerangriffen. Zudem können Administratoren damit Windows-10-Cloud-Geräte innerhalb der IT-Infrastruktur von Unternehmen leichter warten.

Möglichweise können Anwender ein Windows Cloud aber auf Windows 10 Pro upgraden. Damit würden die Beschränkungen von Windows Cloud entfallen.

Laut Mary Jo Foley will Microsoft Windows Cloud gegen Chrome OS und Chromebooks positionieren und Hardware-Herstellern damit die Möglichkeit geben, preiswertere Windows-Geräte anzubieten.

Zum möglichen Releasetermin von Windows Cloud gibt es noch keine Hinweise. Allerdings erscheint es möglich, dass Windows Cloud zeitnah oder zeitgleich mit dem Windows 10 Creators Update erscheinen könnte. Mit dem Windows 10 Creators Update rechnen Beobachter derzeit im April 2017.

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