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Windows-Chef Jim Allchin sagt Adieu

01.02.2007 | 11:23 Uhr |

Der bei Microsoft für Windows zuständige Jim Allchin hat das Unternehmen wie vorher angekündigt verlassen. In einem letzten Blog-Eintrag verabschiedet er sich von der Community.

Microsofts Windows-Chef James (Jim) Allchin hat das Unternehmen wie bereits angekündigt kurz nach dem Start von Windows Vista verlassen. Windows Vista war damit auch das letzte Betriebssystem, für das Jim Allchin als Co-President of Platform Products and Services Group bei Microsoft zuständig war. Diese Position hatte er seit 2005 inne. Davor war er als Group Vice President of the Platforms Group ebenfalls für die Windows-Betriebssysteme, .Net, Server-Systeme und neue Technologien verantwortlich.

Jim Allchin gehörte Microsoft seit 1990 an und war in seinen Positionen der Hauptverantwortliche dafür, dass das Unternehmen mit Windows ein erfolgreiches Betriebssystem auf den Markt brachte, das bis heute enorme Gewinne abwirft und auf den meisten PCs installiert ist. Allchins Hauptanliegen war es auch immer, dass Windows nicht nur als Desktop-Betriebssystem für Heim-PCs angesehen wird, sondern auch als Server in Unternehmen erfolgreicher wird.

In seinem Abschiedsschreiben an die Community betont Jim Allchin, dass es für ihn eine Freude war, mit den Menschen bei Microsoft zusammenzuarbeiten und das er sich glücklich schätzen könne, mit einem Team zusammengearbeitet zu haben, das einen positiven Einfluss darauf gehabt habe, wie Menschen mit Technologie arbeiten und spielen. „Was wirklich verrückt für mich ist, ist, das wir gerade am Anfang von dem sind, was Technologie im Stande sein wird zu leisten. Die nächsten 50 Jahre werden noch aufregender werden, als es die letzten 50 Jahre waren, wenn man bedenkt, welchen potentiellen Einfluss die Technologiefortschritte auf die Menschen und die Unternehmen haben werden.“

Was er nach seiner Zeit bei Microsoft nun machen will, hat der 1951 geborene Jim Allchin noch nicht entschieden. Vor allem wolle er sich jetzt vorerst um seine Familie kümmern und mehr Zeit für seine Kinder aufbringen. Und er will die Zeit nutzen, um sich mal richtig auszuruhen. Auf lange Sicht will er sich unter anderem wohltätigen Zwecken widmen.

Seine letzte Handlung als Microsoft-Mitarbeiter war die Veröffentlichung dieses Blog-Eintrages im offiziellen Vista-Blog. Hier gibt er einen amüsanten Überblick über seinen künftigen Tagesplan, der beispielsweise darin besteht, die Kinder zur Schule zu bringen und seine Mail-Box zu checken, um festzustellen, dass er erst nach der Deaktivierung des Spam-Filters überhaupt noch Mails erhält. Außerdem will er bei Apple-Shops vorbeischauen und dort Windows Vista vorführen.

Den Blog-Eintrag schließt er ab mit den Worten, dass er das Unternehmen Microsoft liebe und er sich sicher sei, dass die Leute in dem Unternehmen weiterhin leidenschaftlich an der Entwicklung von Weltklasse-Software arbeiten werden, die es den Kunden hilft, wunderbare Dinge zu vollbringen.

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