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Windows-"Autoplay"-Funktion: Fall wird im Dezember verhandelt

14.10.2004 | 15:54 Uhr |

Die Nutzung der "Autoplay"-Funktion in Windows sorgt bei Microsoft weiterhin für Ärger. Ein Bundesrichter hat nun entschieden, dass der Fall wie geplant Mitte Dezember verhandelt werden soll. Zuvor hatten die Anwälte von Microsoft noch versucht, das Verfahren abzuwenden.

Microsoft wird sich wie geplant vor Gericht wegen der Nutzung der "Autoplay"-Funktionalität verantworten müssen. Am Mittwoch hat ein Bundesrichter es abgelehnt, das für Mitte Dezember geplante Verfahren abzusagen.

Das Unternehmen TV Interactive Data (TVI), das seit 2002 im Streit mit Microsoft ist, ist der Ansicht, dass die Redmonder durch die Nutzung der Autoplay-Technologie gegen die US-Patente 5.795.156 und 6.249.863 von TVI verstoßen. Microsoft nutzt das Autoplay-Features bereits seit Windows 95 und in allen danach erschienen Windows-Versionen. Die Funktion überprüft beim Einlegen eines Mediums dessen Inhalt und starten dann die dafür geeignete Anwendung automatisch, beispielsweise eine Installationsroutine oder eine Multimedia-Applikation.

Der Termin für ein Verfahren vor einem Gericht war bereits zuvor für Mitte Dezember angesetzt worden. Microsoft hatte zuletzt versucht, das Verfahren doch noch abzuwenden. Das Unternehmen argumentierte damit, dass sich die TVI-Patente auf Hardware beziehen und Windows eine Software-Produkt sei. Die Anwälte von Microsoft versuchten den Richter außerdem davon zu überzeugen, dass Microsoft nicht die Patente von TVI verletzt haben könnte, weil es diese bei der Implementierung in Windows gar nicht gekannt habe. Den zuständigen Bundesrichter konnte Microsoft am Mittwoch allerdings nicht überzeugen.

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