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Windows 95 wird 20 Jahre alt

24.08.2015 | 08:55 Uhr |

Heute vor 20 Jahren startete Microsoft den Verkauf von Windows 95. Mit 32 Bit, längeren Dateinamen und präemptiven Multitasking. Der Beginn einer Betriebssystem-Ära.

Am 24. August 1995 brachte Microsoft Windows 95 in den Handel. Das neue Microsoft-Betriebssystem mit seiner neuen Bedienoberfläche und präemptivem Multitasking ersetzte DOS mit dem darauf aufgesetzten Windows 3x und war ein Meilenstein in der Geschichte von Microsoft, benötigte aber nach wie vor einige DOS-Technologien zum Laufen. Prompt entwickelte sich der Streit darum, ob es sich bei Windows 95 um ein eigenständiges Betriebssystem handeln würde oder doch nur wieder um einen DOS-Aufsatz.

Windows 95 arbeitete mit 32 Bit, war aber abwärtskompatibel zu 16-Bit-Programmen. Wobei die DOS-Befehle auch unter Windows 95 wichtig blieben. Und DOS-Spiele weiterhin äußerst beliebt waren.

Zu Windows 95 gehörte auch der Start-Button, über den sich das Start-Menü öffnen ließ. Windows-8-Nutzer vermissten diese Funktion schmerzlich.

Erstmals konnte man Dateien nun auch längere Namen mit mehr als nur acht plus drei Zeichen geben. Es gab zudem einen Mülleimer, mit dem sich gelöschte Dateien schnell wiederherstellen ließen. Dateien und Ordner ließen sich außerdem bequem direkt auf dem Desktop ablegen. Per Drag and Drop mit dem Mauszeiger.

Auch der Windows-Explorer war neu. Ebenso wie die Registry, in der alle Konfigurationseinstellungen gespeichert wurden und werden. Vorher musste man sich stattdessen mit den ini-Dateien herumärgern.

Windows 95 lief anfangs nicht so ganz rund beziehungsweise stabil, Systemabstürze gehörten bei Windows 95 einfach dazu. Microsoft schob deshalb einige Updates nach, die sich durch ihrer Buchstaben voneinander unterschieden: Windows 95 (die ursprüngliche Windows-95-Variante) 95a, 95b und 95c.

Bis Microsoft die technische Basis des Windows-Betriebssystems für Endanwender grundsätzlich änderte und komplett zur Windows-NT-Reihe wechselte, dauert es aber noch einige Jahre: Erst mit Windows XP gab es dann eine gemeinsame Code-Basis für Windows für Endanwender und Windows für Server und Unternehmen (ehemals Windows NT). Mit XP wurde Windows deutlich absturzsicherer und der Blue Screen seltener.

 
 
 
 

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