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Microsoft bestätigt Windows Store für Windows 8

13.09.2011 | 18:00 Uhr |

Bei Windows 8 führt Microsoft aufgrund der neuen Startoberfläche eine grundlegende weitere Neuerungen ein: Apps. Wir verraten, welche Vorteile diese Apps haben und was es mit dem Windows Store auf sich hat.

Entwickler können neue Kacheln für die Startoberfläche entwickeln, hinter denen sich derartige Apps befinden. Die einfachen Regeln für solche Apps: Das Aussehen ist auf die Metro-Style-Oberfläche angepasst und die Bedienung ist auf Touchgeräte optimiert.  Entwickler können frei entscheiden, in welcher Programmiersprache sie derartige Apps entwickeln möchten. Die notwendigen Werkzeuge liefert Microsoft ab Visual Studio 2011 mit.

Entscheidender Vorteil der Metro-Style-Apps im Gegensatz zu traditionellen Windows-Desktop-Anwendungen: Sind die Metro-Style-Apps erst einmal entwickelt, dann laufen sie auf jedem Windows-8-Gerät unabhängig von der Architektur (x86 oder ARM), dem Form-Faktor (Desktop-PC, Notebook, Tablet-PC) und der Auflösung. Jede Metro-Style-App verwendet den gesamten Bildschirm.

Außerdem belasten Metro-Style-App standardmäßig kaum den Speicher und die CPU, wenn sie nicht gerade benötigt werden. Das ist vor allem auf mobilen Geräten ein wichtiger Aspekt wenn es darum geht, eine möglichst lange Akku-Laufzeit zu erreichen. Ausnahme sind natürlich Metro-Style-Apps, die beispielsweise Musik abspielen und somit im Hintergrund laufen müssen.

Internet Explorer 10 in Windows 8

Windows 8 wird mit einer Reihe solcher Metro-Style-Apps ausgeliefert, wozu auch eine Variante des Internet Explorer 10 gehört. Der Browser startet in diesem Metro-Style-Modus als Vollbild-Anwendung und besitzt große Schaltflächen für die Bedienung via Touch.

Die Adresszeile wird nun dann im unteren Bildschirmbereich angezeigt, wenn sie benötigt wird, um beispielsweise eine URL einzugeben. Im oberen Bereich werden bei Bedarf alle aktuell geöffneten Tabs inklusive Vorschau als große Thumbnails angezeigt. Werden diese Elemente nicht benötigt, dann blendet der Browser sie automatisch aus und der Website gehört damit der komplette Bildschirm.

Windows 8 besitzt einen Windows Store
Vergrößern Windows 8 besitzt einen Windows Store

Ansonsten bietet der Internet Explorer 10 auch im Vollbild-Look alle von der Desktop-Variante her bekannten und geplanten Neuerungen. Dazu gehören etwa die verbesserte HTML-5-Unterstützung und Hardware-Beschleunigung und die neuen Sicherheits-Funktionen. Per Fingerdruck kann auch jederzeit die aktuell geöffnete Website in der Desktop-Variante des IE 10 angezeigt werden.

Weitere Beispiele für solche in Windows 8 mitgelieferten Metro-Style-Apps:

  • integriertes Mail-Programm im Metro Style, in dem der Anwender den Posteingang aller seine Mail-Accounts kontrollieren kann.

  • In einem Kalender kann der Anwender seine Termin-Einträge verwalten

  • People: Hier kann der Anwender seine Kontakte aus Windows Live, Facebook, LinkedIn und Outlook verwalten. Zu jedem Kontakt sind die eventuell vorhandenen Einträge in sozialen Netzwerken abrufbar. Außerdem werden Kontakte, die gerade online sind, hervorgehoben, so dass man mit ihnen chatten kann.

  • In “Photos” werden nicht nur die lokal abgelegten Bilder verwaltet, sondern die App liefert auf Wunsch auch einen bequemen Zugriff auf alle Bilder, die bei Diensten wie Skydrive, Facebook oder Flickr hochgeladen wurden.

Die Apps können auch miteinander kommunizieren und Informationen austauschen. So können beispielsweise Bilder, die in Facebook oder Skydrive abgelegt sind, in einer Oberfläche ausgewählt und anschließend per Mail-Programm versendet werden. Die dabei im Hintergrund zu erledigenden technischen Vorgänge, wie etwa das Herunterladen der betreffenden Bilder auf den lokalen Rechner, um sie dann per Mail versenden zu können, erledigen die Apps automatisch im Hintergrund.

Mittels Windows Live Skydrive können künftig mehrere Windows-8-Rechner aber auch Windows-Phone-Smartphones miteinander synchronisiert werden. Applikationen, Inhalte und Einstellungen werden dabei über den Windows-Live-Zugang an die Geräte übertragen.

Eine weitere Besonderheit von Apps: Befindet sich der Rechner im Stand-By-Modus, dann nutzen sie eine bestehende Internet-Verbindung, um regelmäßig ihre Inhalte zu aktualisieren. Damit präsentieren sich die Apps mit aktuellen Inhalten auf der Startseite von Windows 8, sobald der Anwender den Rechner wieder “aufweckt”.

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