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Sicherheitsexperte äußert Bedenken zu Microsofts SmartScreen

25.08.2012 | 05:33 Uhr |

Der kanadische Sicherheitsexperte Nadim Kobeissi stuft die Übermittlung von privaten Nutzerdaten über Microsofts SmartScreen-Technologie als bedenklich ein.

Mit Windows 8 führt Microsoft im Oktober auch die neue SmartScreen-Technologie ein. Der Filter soll Windows-Nutzer vor dem Herunterladen und dem Installieren von Malware schützen. Gleichzeit überwacht die Software jedoch auch jedes auf dem PC installiertes Programm und leitet entsprechende Details an Microsoft weiter. Dieses Vorgehen stuft der kanadische Sicherheitsexperte Nadim Kobeissi als äußerst bedenklich ein, da es die Privatsphäre der Nutzer verletze.

Obwohl die Weitergabe der Daten in Microsofts Sicherheitsbestimmungen abgedeckt wird, sollten Windows-Nutzer nicht derart arglos mit ihren privaten Daten umgehen. Laut Kobeissi sei es durchaus möglich, die entsprechenden Programm-Details bei der Übertragung an die Microsoft-Server anzuzapfen. Hacker könnten sich dann Informationen über jedes installierte und heruntergeladen Programm auf dem PC ihres Opfers beschaffen.

Windows 8 kann ab sofort für 14,99 Euro bestellt werden

Mögliche Sicherheitslücken bei dem auf den Microsoft-Servern verwendeten SSLv2-Protokoll stuft Kobeissi dabei als besonders bedenklich ein. SmartScreen könne zwar auch händisch deaktiviert werden, laut dem Sicherheitsexperten seien sich viele Nutzer jedoch nicht über die Risiken im Klaren und würden der Aktivierung so möglicherweise zu vorschnell zustimmen.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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