24.08.2011, 15:25

Panagiotis Kolokythas

Windows 8

Windows 8 Dateimanager wird optimiert

Die Windows-8-Entwickler wollen das Kopieren, Verschieben, Umbenennen und Löschen von Dateien unter Windows 8 deutlich verbessern. Microsoft zeigte nun erste Bilder vom neuen Dateimanager Explorer.
Windows 8 wird nicht nur USB 3.0 direkt unterstützen, auch das Datei-Management wird im Vergleich zur Vorgängerversion deutlich verbessert. Das verrät Windows-8-Chefentwickler Steven Sinofsky. Er verweist auf die Windows 7 Telemetrie-Daten, die ergeben hätten, dass Windows-7-Nutzer die meiste Zeit im Windows Explorer verbringen, um Dateien zu kopieren, zu verschieben, zu löschen oder einen neuen Namen zu geben.
In 50 Prozent aller Fälle sei der angestoßene Vorgang binnen 10 Sekunden erledigt. In rund 20 Prozent der Fälle dauere der entsprechende Vorgang aber über 2 Minuten. Das Problem: Der Windows Explorer ist bisher nicht darauf optimiert, große und/oder viele Dateien gleichzeitig zu verarbeiten. Nutzerstudien hätten zusätzlich ergeben, dass Anwender beispielsweise oft beim Kopieren von Daten auf Probleme stoßen, wenn es etwa zu Namenskonflikten kommt. Unterm Strich werden - auch das zeigen die Windows 7 Telemetrie-Daten - rund 6 Prozent aller Kopiervorgänge nicht erfolgreich abgeschlossen.
Als Alternative empfehlen sich Gratis-Tools, die für den Umgang mit großen oder vielen Dateien ausgelegt sind und zu denen beispielsweise Teracopy oder FastCopy gehören. Die besagten Windows-7-Telemetrie-Daten zeigen aber auch, dass nur wenigen Windows-7-Nutzer diese Freeware kennen: Auf unter 0,45 Prozent aller Rechner ist eine solche Freeware installiert.

Das neue Windows 8 Dateimanagement

  • In Windows 8 wollen die Entwickler das Dateimanagement deutlich verbessern. So zeigt der Kopieren-Dialog beispielsweise künftig alle aktuell laufenden Kopier-Prozesse an, einzelne Prozesse können mit dem "Pause"-Button pausiert und später wieder aufgenommen werden. Außerdem werden die Namen der Quell- und Ziel-Ordner in blauer Schrift angezeigt, mit einem Klick darauf, öffnet sich der betreffende Ordner.
  • In einem weiteren Dialog erhält der Windows-8-Anwender detaillierte Infos über die aktuellen Kopier-Prozesse. Hier wird grafisch ansprechend in einem Liniendiagramm die Geschwindigkeit der einzelnen Prozesse dargestellt, die aktuelle Geschwindigkeit und die geschätzt Zeitdauer bis zur Vollendung der Prozesse. Hierbei tritt nun aber die Prozentangabe der Fertigstellung in der Vordergrund, da dieser Wert deutlich präzisere Anhaltspunkte gibt als eine Zeitangabe.

    Eine Pause-Funktion ermöglicht das Priorisieren mehrerer, parallel laufender Kopierprozesse. Dabei werden alle aktuellen Prozesse in einem gemeinsamen Fenster dargestellt, um den Überblick zu gewährleisten.
  • Die dritte Änderung betrifft den Dialog der angezeigt wird, wenn es zu einem Namenskonflikt kommt. Dieses Problem tauchte bisher dann auf, wenn innerhalb eines Verzeichnisses mindestens zwei Dateien gleich benannt sind - eine Datenkollision droht.
    Windows 8 verspricht nun Abhilfe. Steven Sinofsky räumt ein, dass der in Windows 7 erscheinende Dialog für Datenkollisionen den Nutzer eher verwirrt und man nie ganz sicher ist, welche Entscheidung man gerade trifft. Der neue Dialog im Windows 8 Explorer löst dieses Problem unmissverständlich.
  • News auch bei den Bestätigungsdialogen, die Microsoft in Windows 8 deutlich reduzieren wird. So wird der Anwender beispielsweise nicht mehr gefragt, ob er einen Ordner wirklich in den Papierkorb ablegen möchte oder ob zwei Ordner zusammengelegt werden sollen.
Im folgenden Video stellt ein Windows-8-Entwickler die Neuerungen vor:

Auf Windows 8 Einfluss nehmen -  WCEIP

Viele Millionen Nutzer von Windows 7 haben zugestimmt, Microsoft mit wertvollen, anonymisierten Telemetrie-Daten über ihre Windows-7-Nutzung zu versorgen. Diese Daten aus dem so genannten Windows Customer Experience Improvement Program (CEIP) nutzt Microsoft, um das noch aktuelle Windows weiter zu verbessern - vor allem aber natürlich für die Entwicklung von Windows 8.
WCEIP ist standardmäßig in Windows 7 deaktiviert. Um die Einstellung zu ändern und Einfluss auf die Entwicklung von Windows 8 zu nehmen, geben Sie im Suchfeld Ihres Startmenüs den Text "Einstellungen für das Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit ändern" ein. In dem anschließenden Dialog wird erklärt wie WCEIP funktioniert, welche Daten übermittelt werden und wie es sich mit dem Datenschutz verhält.
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