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Touchscreens vibrieren bei Berührung

28.08.2008 | 15:12 Uhr |

Nachdem sich Microsoft und Immersion nach einem jahrelangen Rechtsstreit geeinigt haben, stehen die Chancen gut, dass Windows 7 nicht nur Touchscreens unterstützen wird, sondern dass diese Bildschirme auch per Vibration mit dem Anwender interagieren werden können.

Immersion hält seit 1998 die Patente an der Force-Feedback-Technologie, die beispielsweise bei Controllern für Spielekonsolen zum Einsatz kommen und für ein direkteres Spielegefühl sorgt. Wenn der Controller vibriert, während man mit einem Rennauto über eine Strecke düst oder auf virtuelle Gegner ballert, dann sorgt dies auf für mehr Spielspaß.

Ein solcher Force-Feedback-Effekt würde auch bei berührungsempflindlichen Displays nützlich sein, wie sie Windows 7 unterstützt. Wenn ein Anwender beispielsweise auf einen "Okay"-Knopf drückt, könnte er auf dem Finger einen Vibrations-Effekt empfinden.

Nach der Einigung von Microsoft mit Immersion könnte dieses Szenario mit der Veröffentlichung von Windows 7 Realität werden. Mitte der Woche hatten sich die Unternehmen geeinigt und Microsoft hatte knapp 21 Millionen US-Dollar an Immersion gezahlt. Im Gegenzug wurde Immersion Mitglied von Microsofts "Certified Partner"-Programm, wie US-Medien berichten. Demnach soll Immersion dem neuen Partner bereits Pläne gezeigt haben, wie sich die sogenannte TouchSense-Technologie bei Windows 7 einsetzen ließe.

Im Endeffekt reagiert das Display auf die Eingaben des Anwenders mit Vibrationen. Als Beispiel nannte Immersion auch Drag-and-Drop-Aktionen auf einem berührungsempfindlichen Display, bei dem ein Anwender nicht nur einfach ein Objekt mit dem Finger von A nach B zieht, sondern während des Ziehens auch via Vibration merkt, dass das betreffende Objekt noch an seinem Finger "hängt".

Wie das genau funktioniert, erläutert Immersion auf dieser Website . Dort steht auch ein PDF-Dokument zum Download bereit, indem die "TouchSense"-Technologie erläutert wiord.

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