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Windows-Fans rufen zu Opera-Boykott auf

16.06.2009 | 10:22 Uhr |

Eine Gruppe von Windows-Fans hat dazu aufgerufen, den Browser Opera zu boykottieren. Hintergrund ist Microsofts Entscheidung, Windows 7 in Europa ohne Browser auszuliefern, weil Opera eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht hatte.

"Es ist genug. Nieder mit Opera!", heißt es in dem Aufruf der Windows-Fans . Opera habe die EU-Kommission dazu gebracht, einen neuen Fall gegen Microsoft zu öffnen, weil man glaube, dass es gegen den Wettbewerb verstoße, wenn "Microsoft seinen eigenen Browser als Standard-Browser in seinem eigenen Betriebssystem integriert".

Microsoft hatte Ende letzter Woche verkündet, Windows 7 in Europa ohne einen Browser veröffentlichen zu wollen . Ob das der EU-Kommission ausreichen wird, bleibt abzuwarten. Opera Software hat bereits verlauten lassen, dass man von Microsoft erwarte, das Betriebssystem mit einer Auswahl an Browsers auszuliefern. Der Anwender könne dann den gewünschten Browser auswählen. Die Lösung könnte auch die EU-Kommission präferieren.

Die Windows-Fans rufen dagegen auf, alle Produkte von Opera-Software zu meiden. Opera seien einfach sauer, weil deren Browser so erfolglos sei, im Vergleich nicht nur zum Internet Explorer, sondern auch im Vergleich zu Firefox, Chrome und Safari.

"Kein Unternehmen sollte dazu gezwungen werden können, die Produkte eines Wettbewerbers in seine Produkte integrieren zu müssen. Das wäre so, als könnte man Coca-Cola verklagen, Pepsi in ihre Dosen zu füllen oder Toyota dazu zwingen, Motoren von General Motors zu verwenden", so die Gruppe, die empfiehlt, statt den Opera-Browser lieber irgendeinen anderen Browser zu installieren.

Die Gruppe, die zum Opera-Boykott aufruft, betreibt die JCXP-Website, auf der sich Foren zu Microsoft-Software finden. Den Vorwurf, man wolle nur das europäische Unternehmen Opera treffen und nicht Mozilla und Google, will die Gruppe nicht gelten lassen. "Die haben damit angefangen", so die Gruppe. Und es wird hinzugefügt, dass man Opera sehr wohl höhere Marktanteile wünsche. Immerhin habe das Unternehmen dem Browser-Markt "fantastische Innovationen" gebracht. Die höheren Marktanteile sollten aber nicht dadurch erreicht werden, dass Microsoft dazu gezwungen wird, Werbung für Opera zu machen.

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