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Wichtige IE-Komponenten bleiben drin

19.06.2009 | 14:14 Uhr |

Microsoft wird den Internet Explorer in der Europa-Fassung von Windows 7, Windows 7 E, nicht komplett entfernen.

Gegenüber der US-Bloggerin und Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley erklärte ein Microsoft-Sprecher, dass die vom Internet Explorer für das Rendern verwendete Engine "Trident" auch in Windows 7 E enthalten und damit Teil des Betriebssystems sein wird. Das gelte auch für den HTTP-Stack und andere Elemente des Internet Explorers, auf denen das Betriebssystem aufgebaut ist. Elemente, die dem Zugriff auf das Web dienen, würden dagegen entfernt.

Der Sprecher betont außerdem, dass alle Windows-Applikationen unter Windows 7 E laufen werden, selbst wenn diese Applikationen so entwickelt sind, dass sie davon ausgehen, der Internet Explorer sei vorhanden. Das wird dadurch erreicht, dass die Komponenten des Internet Explorers in Windows 7 E enthalten sind, die dafür notwendig sind, die vollständige Kompatibilität zu garantieren. Letztendlich würden nur die ausführbaren Dateien fehlen, die notwendig seien, um mit dem Internet Explorer im Netz zu surfen.

In naher Zukunft will Microsoft den Software-Herstellern genauere technische Details über die "E"-Variante von Windows 7 liefern, damit diese ihre Applikationen auch testen können.

Zwei wichtige Fragen beantwortet der Microsoft-Sprecher allerdings nicht. Die Frage, ob es eine Vorabversion für die Öffentlichkeit geben wird, um Windows 7 zu testen. Und die Frage, ob Windows 7 und Windows 7 E am selben Tag den RTM-Status erreichen und damit fertig gestellt werden.


Microsoft hatte in der vergangenen Woche verkündet, dass Windows 7 in ganz Europa ohne den Internet Explorer 8 ausgeliefert wird. Die angepasste Version wird die Bezeichnung "Windows 7 E" tragen und ab dem 22. Oktober erhältlich sein.

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