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Opera und Mozilla begrüßen Microsoft-Vorschlag

28.07.2009 | 15:46 Uhr |

Opera Software und Mozilla haben den Vorschlag von Microsoft begrüßt, Windows 7 in Europa mit einem Hinweis auf unterschiedliche Browser auszuliefern. So ganz zufrieden sind aber zumindest die Norweger nicht.

Microsoft hatte Ende letzter Woche der EU-Kommission den Vorschlag unterbreitet, Windows 7 um ein Hinweis-Fenster zu ergänzen, bei dem der Anwender dazu aufgefordert wird, aus einer Reihe von Browsern den gewünschten auszuwählen. Damit könnte Europa eine völlig ohne Browser ausgelieferte Fassung erspart bleiben. Wobei es allerdings derzeit so aussieht, als ob Windows 7 in Europa zwar ohne Browser ausgeliefert wird, am Erscheinungstag aber ein Update verfügbar sein wird, das dafür sorgt, dass sich das besagte Fenster öffnet, in welchem dem Anwender eine Auswahl an Browsern zur Installation angeboten wird.

In einer ersten Reaktion hat Opera Software den Vorschlag von Microsoft begrüßt. Opera Software war auch das Unternehmen, das vor einigen Monaten bei der EU-Kommission eine Untersuchung von Microsoft gefordert hatte. Microsoft hatte schließlich eine Entscheidung der EU-Kommission nicht abgewartet und Windows 7 E angekündigt. Bei Microsoft wollte man nicht eine Verzögerung der Veröffentlichung von Windows7 riskieren.

Ein Sprecher von Opera Software sagte, dass man sehr glücklich mit dem Vorschlag von Microsoft sei. Vor einem finalen Urteil wolle man aber noch den kompletten Vorschlag von Microsoft studieren, der als Word-Dokument zum Download bereit steht. Erst danach wolle Opera Software seine Anmerkungen zum Microsoft-Vorschlag an die EU-Kommission senden.

Der Opera-Sprecher äußerte aber auch sein Bedauern darüber, dass der Vorschlag von Microsoft nur für die europäischen Versionen von Windows 7 gelte. Opera Software würde es begrüßen, wenn Microsoft Windows 7 weltweit mit mehr Browser-Auswahl ausliefern würde.

Auch Mozilla-Chef John Lily begrüßte die Ankündigung von Microsoft. Man wolle aber ebenfalls vorher erst den kompletten Vorschlag analysieren. "Es ist aber eine gute Entwicklung, dass Microsoft Änderungen vornehmen will, die es den Usern erlauben, einen Browser auszuwählen", sagte Lily und fügte aber auch hinzu, dass derzeit noch unklar sei, nach welchen Kriterien Microsoft darüber entscheide, welche Browser dem Anwender angeboten werden sollen und unter wie vielen Browsern der Anwender letztendlich auswählen könne.

Anzumerken bleibt, dass Microsofts Vorschlag nicht nur für Windows 7 gilt, sondern innerhalb der nächsten fünf Jahre auch für alle Vorgänger und alle Windows-7-Nachfolger, die in dieser Zeit erscheinen sollten.

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