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Beta-Tester dürfen Release Candidate testen

27.02.2009 | 08:52 Uhr |

Am Donnerstagabend war Microsofts Bill Veghte zu Besuch in München. Wir hatten Gelegenheit, Veghte einige Fragen rund um Windows 7 zu stellen. Die wirklich spannenden Fragen rund um Windows 7 wollte der Senior Vice President for the Windows Business aber nicht beantworten. Dennoch gab es einige interessante Aussagen.

Bill Veghte verantwortet bei Microsoft den Windows-Bereich und ist damit nicht nur für das kommende Windows 7 verantwortlich, sondern auch für den Internet Explorer 8 und Windows Live Essentials. Veghte zeigte sich zufrieden mit dem Beta-Test für Windows 7 und dem Feedback der Beta-Tester. "Wir befinden und bei der Entwicklung von Windows 7 im Zeitplan", sagte Veghte.

Die Frage, wann denn nun Windows 7 wirklich erscheint, wollte Veghte allerdings nicht beantworten. Er verwies erneut darauf, dass Microsoft Windows 7 innerhalb von drei Jahren nach der breiten Verfügbarkeit von Windows Vista ausliefern wolle. Der Vista-Nachfolger käme damit spätestens im Januar 2010 auf den Markt.

Eine gute Nachricht gibt es für alle Beta-Tester von Windows 7: Laut Angaben von Bill Veghte werden alle Beta-Tester die Möglichkeit erhalten, den Release Candidate von Windows 7 herunterzuladen und auszuprobieren. Der erste und einzige Release Candidate von Windows 7 wird erscheinen, bevor die Beta-Version am 1. August 2009 nicht meht funktioniert. Alle Tester werden den Release Candidate von Windows 7 über die Beta von Windows 7 installieren und somit den Testzeitraum des Betriebssystems verlängern können. Wie lange der Release Candidate von Windows 7 lauffähig sein wird, wollte Bill Veghte leider nicht verraten. Wir gehen aber davon aus, dass der Release Candidate von Windows 7 ähnlich wie seinerzeit der RC von Vista bis zum Erscheinen der finalen Version des Betriebssystems lauffähig bleiben wird. Das wäre im Falle von Windows 7 RC eine Testdauer bis zum 31. Januar 2010.

Zu betonen bleibt, dass Microsoft nur allen registrierten Beta-Testern den Release Candidate von Windows 7 zur Verfügung stellen wird. Wer also den Beta-Test ausgelassen hatte, wird den Release Candidate nicht testen dürfen.

Auch zum Thema 64-Bit-Betriebssysteme wusste Veghte einige Fragen zu beantworten. So wird es auch von Windows 7 Editionen geben, die sowohl in der 32-Bit- als auch in der 64-Bit-Fassung im Handel erhältlich sein werden. Generell gilt für alle Windows-7-Editionen: Es gibt nur ein Installationsmedium und der Produktschlüssel entscheidet, welche Edition sich auf dem Rechner installiert. Das hat den Vorteil, dass man später einfach und günstiger auf eine andere Edition upgraden kann und dabei das Installationsmedium nutzen kann, das man schon besitzt.

Die Frage, ob der Markt wirklich so viele Editionen von Windows 7 benötigt, beantwortete Bill Veghte mit einem klaren "Ja!". Die PC-Hersteller bräuchten die Versionen, um unterschiedliche Kundenwünsche zu erfüllen. Für private Endanwender werde Windows 7 Home Premium die beste Wahl sein. Anwender, die den Rechner auch beruflich nutzen, sollen eher zu Windows 7 Professional greifen. Dabei verwies Veghte auch darauf, dass Microsoft aus den Erfahrungen mit den unterschiedlichen Editionen bei Windows Vista gelernt habe. Bei Windows 7 würden die einzelnen Editionen wie eine "russische Puppe" aufeinander aufsetzen. Jede höhere Edition besitzt damit alle Funktionen der darunter liegenden Version. Schließlich wünschen sich auch Geschäftskunden ein Betriebssystem, das auch alle Unterhaltungsfunktionen bietet.

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