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Benutzerkontosteuerung wird überarbeitet

09.10.2008 | 16:13 Uhr |

Microsoft hat eingeräumt, dass die in Windows Vista eingeführte Benutzerkontosteuerung (UAC, User Account Control) bei Windows 7 überarbeitet werden muss und auch wird.

Zwei neu eingeführte Funktionen bei Windows Vista sorgten und sorgen für große Diskussionen in der Windows-Community: Die Aero-Glass-Oberfläche und vor allem die Benutzerkontosteuerung. Dass bei Windows 7 die Oberfläche überarbeitet wird, ist kein Geheimnis mehr. In einem aktuellen Eintrag im offiziellen Windows-7-Blog widmen sich die Entwickler nun der Benutzerkontosteuerung.

Die Funktion sorgt dafür, dass jedes Mal vom Anwender eine Bestätigung verlangt wird, bevor eine Änderung auf Systemebene gemacht wird. Das erscheinende Fenster soll den Anwender auch dann warnen, wenn im Hintergrund ein Programm ungefragt versucht, Systemeinstellungen zu verändern, um beispielsweise ein Antivirenprogramm auszuschalten oder einen Schädling zu installieren. UAC kommt auch immer dann zum Einsatz, wenn der eingeloggte Anwender versucht etwas zu tun, wofür er seitens des Administrators keine Rechte erhalten hat. Wird Vista in einem Unternehmen eingesetzt, dann sorgt die Funktion dafür, dass Anwender keine unerwünschten Programme installieren. Im Heimbereich wird die Funktion durch die in Vista integrierte Jugendschutzfunktion genutzt.

Knackpunkt bei der Benutzerkontosteuerung-Debatte: Einer Erhebung von Microsoft zufolge, werden über 70 Prozent der Vista-Rechner mit nur einem Konto betrieben. Zudem wurden Anwender bei Vista-Veröffentlichung besonders oft von Software genervt, die die Benutzerkontosteuerung zuschnappen ließ. Laut Angaben von Microsoft war dies am Anfang bei über 775.000 Software-Applikationen (Tasks) der Fall. Die Zahl sei nunmehr auf knapp über 168.000 Applikationen zurückgegangen.

Microsoft ist weiterhin der Ansicht, dass die Idee, die hinter der Benutzerkontosteuerung steckt, gut ist und daher diese Funktion auch in Windows 7 enthalten sein wird. Dennoch räumt man auch ein, dass die Funktion für den Vista-Nachfolger verbessert werden muss. So habe man sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl zu reduzieren, bei denen die Benutzerkontosteuerung völlig unnötig aktiv wird, so dass der Anwender sicher sein kann, dass wenn die Benutzerkontosteuerung zuschlägt, auch seine volle Aufmerksamkeit notwendig ist.

Die weiteren Ziele: Anwender sollen sich wieder so fühlen, als hätten sie das System völlig unter Kontrolle. Außerdem sollen die Fenster der Benutzerkontosteuerung informativer gestaltet werden, so dass der Anwender genauer entscheiden kann, was er zulassen möchte und was nicht. Zu guter Letzt verspricht Microsoft, dass der Anwender mehr Kontrolle über die Benutzerkontosteuerung erhalten wird.

"Wir haben klar und deutlich gehört, dass ihr frustriert seit. Ihr findet, dass die (UAC-)Mitteilungen zu häufig erscheinen, lästig und verwirrend sind", schreibt Windows-7-Entwickler Ben Fathi und gelobt, dass man bei Windows 7 die Kritikpunkte an der Benutzerkontosteuerung aus der Welt schaffen wolle.

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