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Windows 3.0 wird 25 Jahre alt - Microsoft feiert

22.05.2015 | 13:13 Uhr |

Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Mal Solitaire? Oder den Starfield-Bildschirmschoner? Windows 3.0 feiert heute Geburtstag!

Heute vor 25 Jahren - am 22. Mai 1990 - brachte Microsoft die dritte Version von Windows auf den Markt: Windows 3.0. Für die Redmonder war es ein Riesen-Erfolg. Wie bei Wikipedia nachzulesen ist, verkaufte Microsoft in den ersten sechs Monaten nach dem Release stolze drei Millionen Kopien des Betriebssystems. Die grafische Nutzeroberfläche hatte man komplett überarbeitet und auch die Installation des Systems wurde erstmals grafisch dargestellt. Windows 3.0 war zudem das erste Windows mit VGA-Unterstützung. Icons waren nicht mehr nur Schwarz-Weiß, sondern bunt.

Das erste Mal an Bord: Solitaire

Erstmals dabei in einer Windows-Version: Solitaire. Anlässlich des 25- Geburtstages veranstaltet Microsoft gar ein Solitaire-Turnier online. Ursprünglich hatte man das Kartenspiel beigelegt, um den Nutzer an die Drag&Drop-Bedienung zu gewöhnen und die Grafik-Muskeln des Betriebssystems zu zeigen. Von dem Erfolg des Spiels waren am Ende wahrscheinlich aber auch die Entwickler überrascht.

Anders als beim Vorgänger Windows 2.x gab es nur eine Version von Windows 3.0 für alle Prozessoren. Aber bis der Nachfolger im Jahr 1992 erschien, gab es diverse Update von Version 3.0. So wurden mit Windows 3.00a am 31. Oktober 1990 zahlreiche Bugs beseitigt. Und Ende 1991 erhielt das Betriebssystem die Multimedia Extensions 1.0. Mit diesen war es das erste Windows, das Soundkarten ansprechen konnte. Außerdem an Bord des Multimedia-Updates: der bekannte Starfield-Bildschirmschoner. Die meisten älteren PC-Nutzer werden sich wohl erinnern, wie die Sterne am Monitor an einem vorübergezogen sind - als ob man in einem Raumschiff sitzt. In Windows 3.1 war der Screensaver schon von Anfang an dabei.

Über 30 Jahre PC-Geschichte im Zeitraffer

Windows 3.0 gab sich verglichen mit heutigen Betriebssystemen mit wenig zufrieden: ein 8088/8086 und 384 KB RAM genügten. Wer einen 386er sein Eigen nennen durfte, brauchte 1 MB Speicher. Das OS kam selbstverständlich nicht auf CD-ROM - der Siegeszug der Scheibe hatte damals noch nicht begonnen - sondern auf Disketten. Entweder auf der alten 5,25-Zoll-Diskette (dann waren es fünf Disketten) oder auf der 3,5-Zoll (sieben Stück). Für die Installation musste sich das alte OS auch ein bisschen Kritik gefallen lassen: Manche Disketten mussten die PC-Anwender während der Installation gleich mehrmals hintereinander einlegen.

Der Nachfolger: Windows 3.1

Windows 3.0 war ohne Frage ein sehr großer Schritt für Microsoft. Doch was uns allen wohl noch besser im Gedächtnis geblieben ist, ist Windows 3.1. Der Nachfolger sah noch besser aus, steuerte sich runder und war das letzte Windows, das sichtbar auf MS DOS aufbaute, bevor DOS dann mit Windows 95 mehr und mehr in den Hintergrund rückte.

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