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Windows-10-Nutzer müssen für Enterprise-Kunden testen

02.02.2015 | 16:22 Uhr |

Windows-10-Enterprise-Kunden dürfen abwarten, ob die Windows-10-Updates auf Privatanwender-PCs einwandfrei funktionieren. Und können sie dann erst mit einigem Sicherheitsabstand auf Firmen-Rechnern installieren.

In Windows 10 liefert Microsoft neue Funktionen fortlaufend im Rahmen des Windows-Updates aus. Enterprise-Kunden - die im Unterschied zu Privatanwendern für Windows 10 in jedem Fall bezahlen müssen - können aber verhindern, dass auf ihren Rechnern automatisch neue Funktionen installiert werden. Und sie erst installieren lassen, wenn Privatanwender sie ausgiebig getestet haben.

So muss man wohl die entsprechende Mitteilung von Microsoft verstehen. Microsoft versteht Windows 10 demnach als „Windows as a Service“. Doch für Unternehmen ist das automatische Aufspielen von neuen Funktionen keinesfalls wünschenswert. Weil mit jeder Veränderung an Windows das Risiko besteht, dass danach bestimmte Unternehmensanwendungen nicht mehr funktionieren. Die dringend für den Unternehmensbetrieb benötigt werden und deren Entwicklung beziehungsweise Anpassung richtig viel Geld kostet. Doch Microsoft hat hierfür eine Lösung.

Windows 10 kostet doch etwas – für Enterprise-Nutzer

Denn Windows-Enterprise-Kunden können demnach entscheiden, ob und wann neue Funktionen aufgespielt werden.

Long Term Servicing branches for Windows 10

Möchten die Unternehmen während des Mainstream-Supports (der fünf Jahre dauert) und des Extended-Supports (der weitere fünf Jahre dauert) überhaupt keine neuen Funktionen via Windows-Update erhalten, dann können sie die Version "Long Term Servicing branch" wählen. Dann werden nur Sicherheits-Updates und kritisches Updates auf den Unternehmensrechnern aufgespielt. Die Enterprise-Kunden können dabei die Windows Server Update Services (WSUS) nutzen, um das Aufspielen von Sicherheits-Updates und Patches genau an ihre Infrastruktur anzupassen.

Current branch for Business

Entscheidet sich der Enterprise-Kunde dagegen für das Modell "Current branch for Business", dann spielt Microsoft neue Funktionen erst mit einiger Verzögerung auf die Unternehmens-PCs auf. Microsoft umschreibt das so: „Nachdem deren Qualität und Software-Kompatibilität im Consumermarkt überprüft wurde“.

Faktisch können also die Enterprise-Kunden abwarten, welche Erfahrungen die Endanwender mit ihren Windows-10-Rechnern machen. Denn diese bekommen sicherlich alle Neuerungen automatisch aufgespielt. Geht dabei alles glatt, dann bekommen auch die Enterprisekunden diese Updates. Treten jedoch Probleme auf und muss Microsoft ein Update vielleicht sogar zurückziehen, dann bleiben die Enterprise-Kunden davon komplett verschont. Weil sie ja erst einmal abwarten dürfen.

Als dritte Möglichkeit bietet Microsoft an, dass Enterprise-Kunden alle Updates mit allen neuen Funktionen genauso wie die Endanwender sofort installiert bekommen. Das wäre dann die richtige Varianten für Enterprise-Kunden, die nach dem Motto „No risk, no fun“ verfahren.

Windows 10 bietet einige Vorteile für Business-Kunden

Microsoft wird Windows 10 für Unternehmenskunden deutlich verbessern. So wird BitLocker erweitert, es kommt eine vereinfachte Zwei-Wege-Authentifizierung, besseres VPN und die Updates sind über Richtlinien steuerbar. Zudem verbessert Microsoft die Wiederherstellungsfunktionen von Windows. Weitere Verbesserungen betreffen die Befehlszeile von Windows 10 und Windows 10 Server und die Remoteserver-Verwaltungstools für Windows 10.

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