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Windows 10: Microsoft muss keine Sammelklage fürchten

30.11.2015 | 14:41 Uhr |

Im Microsoft-Forum macht sich Unmut breit. Eine Sammelklage muss der Redmonder Konzern dennoch nicht wirklich fürchten.

Seit dem Release von Windows 10 häufen sich die Nutzer-Beschwerden in den offiziellen Nutzer-Foren. Während einige Nutzer nach der Installation über Sound- und Passwort-Probleme klagen, ärgern sich andere über den angeblich unautorisierten Zugriff auf ihren PC durch Microsoft.

Im Herbst rief Nutzerin Lisa Capaci schließlich zu einer Sammelklage gegen Microsoft auf. In ihrem Beitrag im Microsoft-Forum fragte sie, ob nicht ein Anwalt daran interessiert sei, aufgrund der zahlreichen Beschwerden rechtlich gegen den Windows-Hersteller vorzugehen.

Während sie für den Aufruf viel Zuspruch seitens der enttäuschten Windows-Nutzer erntete, sehen die Chancen für eine erfolgreiche Sammelklage nicht allzu rosig aus. Eine solche schließt Microsoft in der End User License Agreement (EULA) bereits weitestgehend aus.

Windows 10, Windows 8 & Windows 7 im großen Vergleich

So müssen Nutzer vor der Installation – indem sie die Endnutzervereinbarung akzeptieren – unter anderem einer Schlichtungsklausel zustimmen. Deren Anerkennung verhindert beispielsweise eine Zivilklage. Eine Sammelklage schließt Microsoft in der EULA ebenfalls aus. Dem Zugriff auf den PC, den die empörten Nutzer als „unautorisierten Eingriff“ bezeichnen, haben sie eigenhändig vor der Installation von Windows 10 ebenfalls mit der EULA zugestimmt. Somit hätte ein Großteil der möglichen Beschwerdepunkte vor Gericht keinen Bestand.

Video: 10 Fragen zu Windows 10
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