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WinHEC 2006: Windows Media Photo soll JPEG Konkurrenz machen

25.05.2006 | 22:14 Uhr |

Microsoft hat mit Windows Media Photo auf der WinHEC in Seattle ein neues Format für Bilder vorgestellt, das besser als JPEG sein soll.

Nach Windows Media Audio (WMA) und Windows Media Video (WMV) hat Microsoft nun auf der WinHEC auch ein eigenes Format für Bilder vorgestellt, das den Namen Windows Media Photo (WMP) trägt. Das Format wurde von genau den Entwicklern entwickelt, die auch für WMA und WMV verantwortlich sind.

Laut Angaben von Microsoft soll das neue Format dem Jpeg-Format weit überlegen sein. Bei der Vorführung durch Microsoft wusste Windows Media Photo tatsächlich zu überzeugen. Bei gleicher Kompressionsrate (24:1) sah ein Bild im Windows-Media-Photo-Format weit besser aus, als die Pendants im Jpeg- und Jpeg-2000-Format.

Microsoft betont, dass bei Windows Media Photo weit mehr Informationen des Bildes bei der Komprimierung erhalten bleiben, als dies bei Jpeg der Fall ist. Zusätzlich sei das Format flexibler. So soll selbst bei 25facher Kompression eines Bildes ein ansehnliches Ergebnis erreicht werden. Digitalkameras, so Microsoft, würden Bilder in der Regel mit einer Kompression von 6:1 knipsen. WMP soll bei dieser Rate bessere Bilder liefern, die zudem auch noch weniger Speicherplatz in Beschlag nehmen. Dank einer intelligenten Komprimierungsroutine sollen Geräte, die WMP unterstützen, schneller in der Lage sein, eine niedriger aufgelöste Fassung eines hoch auflösenden Bildes zu generieren. Außerdem ist das Rotieren eines Bildes möglich, ohne dass das Bild zunächst decodiert und anschließend wieder encodiert werden müsste.

WMP wird bereits von Windows Vista unterstützt. Für Windows XP wird es voraussichtlich ein Plug-In geben.

WMP ist Bestandteil von Microsofts XPS ( wir berichteten ), wie auch dieser Microsoft-Site zum Thema WMP zu entnehmen ist. Da bedeutet, dass Geräte, die Dokumenten-Format XPS unterstützen, auch WMP unterstützen müssen. Abzuwarten bleibt, wie viele Kamera- und Druckerhersteller Microsoft von WMP überzeugen kann, damit diese WMP überhaupt unterstützen. Beim Thema Lizenzkosten hielt sich Microsoft auf der WinHEC noch bedeckt.

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