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Willamette ohne Seriennummer

Intel will seinen neuen 32-Bit-Prozessor "Willamette" nicht wie ursprünglich geplant mit einer Seriennummer ausliefern. Offenbar will der Chip-Hersteller damit neue Auseinandersetzungen bezüglich der umstrittenen PC-Identifikation vermeiden.

Intel will seinen neuen 32-Bit-Prozessor "Willamette" nicht wie ursprünglich geplant mit einer Seriennummer ausliefern. Das berichtet das US-Magazin "Wired" unter Berufung auf firmennahe Quellen.

Offenbar will der Chip-Hersteller damit neue Auseinandersetzungen vermeiden. Nach der Einführung des Pentium III Anfang letzten Jahres, der mit einer integrierten, übers Netz abfragbaren ID-Nummer versehen war, war es zu weltweiten Protesten gekommen. Man warf Intel vor, durch die Identifikation des PC-Besitzers werde dessen Privatsphäre verletzt. Intel hatte dagegen gehalten, die Identifikationsmöglichkeit schaffe mehr Sicherheit bei Transaktionen im Internet. Das Unternehmen lieferte jedoch schließlich einen Patch, über den man die Seriennummer im Bios des Rechners ausschalten konnte - bei den später ausgelieferten Prozessoren wurde die Seriennummer bereits in der Grundeinstellung deaktiviert.

Der Willamette ist der Nachfolger des Pentium III. Er soll im Herbst mit 1,5 GHz Takt auf den Markt kommen.(PC-WELT, 28.04.2000, sp)

Pentium III: In Europa verbieten? (PC-WELT Online, 29.11.99)

Neue Proteste gegen Pentium-III-Seriennummer PC-WELT Online, 9.4.99)

Intel setzt Prozessor-ID-Nummer doch nicht auf Default (PC-WELT Online, 27.1.99)

Intel: ID-Nummer für Prozessoren (PC-WELT Online, 22.1.99)

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