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Will Lenovo Blackberry kaufen?

12.03.2013 | 13:28 Uhr |

Blackberry teilt mit Nokia ein Schicksal: Man gehört zu den Pionieren unter den Mobilfunkgeräte-Herstellern, hatte aber lange Zeit den Anschluss verloren und muss nun eine kraftraubende Aufholjagd starten. Derart angeschlagen ist Blackberry aber vielleicht ein lohnendes Objekt für eine Übernahme durch ein finanzstarkes Unternehmen. Wie zum Beispiel durch Lenovo.

Der Aktienkurs von BlackBerry machte einen Sprung nach oben. Der Grund dafür ist aber nicht etwa die kürzlich vorgestellte OS-Version 10 oder das neue Blackberry Z10 . Sondern das Gerücht, dass das finanzstarke chinesische Unternehmen Lenovo Blackberry übernehmen könnte.

Yang Yuanqing, CEO von Lenovo, wird von einer französischen Wirtschaftszeitung dahingehend zitiert, dass seine Firma eventuell über den Kauf des Smartphone-Herstellers Blackberry nachdenken würde. Das würde Sinn machen, sagt der Lenovo-Chef. Zuvor müsse man aber den Markt analysieren und verstehen, welche besondere Bedeutung Lenovo habe. Einer ausländischen Übernahme müsste aber die kanadische Regierung zustimmen. Blackberry hat sich zu den Übernahmegerüchten nicht geäußert.

Der Aktienwert von Blackberry (ehemals Research in Motion) stieg nach den Äußerungen an der New Yorker Börse um 14 Prozent.
Sollte Lenovo tatsächlich Blackberry übernehmen, dann würde sich die Konzentration auf dem Mobilgerätemarkt fortsetzen. Google hat bereits Motorola übernommen und wurde damit zum Smartphone-Hersteller. Derzeit hat diese Übernahme aber noch keine sichtbaren Auswirkungen auf den Markt. Rein theoretisch denkbar wäre auch, dass Microsoft Nokia übernimmt – und damit ebenfalls eigene Smartphones produziert. Über ein Microsoft-Smartphone wird schon seit längerer Zeit spekuliert. Apple wiederum ist ohnehin Software- und Hardwarehersteller.

Würde es tatsächlich zu diesen – derzeit absolut spekulativen – Übernahmen kommen, dann könnte der Markt für Smartphone-Hersteller eines Tages aus Apple, Microsoft (mit Nokia), Google (mit Motorola) und Samsung (als einzigen eigenständigen Smartphone-Hersteller) bestehen. Neben diesen vier Giganten dürften andere Smartphone-Hersteller kaum noch eine Chance haben. Doch wie gesagt: Derzeit ist das noch Zukunftsmusik.

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